Christliche Themen für jede Altersgruppe

Arbeiten für die gute Sache

LUDWIGSBURG –  Am offiziellen Tag des Ehrenamts, dem 5. Dezember, haben Heranwachsende und junge Leute einen Tag lang in Betrieben gearbeitet und ihren verdienten Lohn für einen sozialen Zweck gespendet. In Ludwigsburg hat die Karlshöhe die Aktion koordiniert.


Mitmachen-Ehrensache-Botschafterin Nina Kusch im Heilbad Hoheneck. (Foto: Karin Lutz-Efinger)

Im Heilbad Ludwigsburg-Hoheneck herrscht Hochbetrieb. Im warmen Solewasser der großen Schwimmhalle wird gleich die morgendliche Gymnastik beginnen, im Außenbereich schwimmen Senioren ihre morgendliche Runde oder verweilen zwischendurch vor den kräftigen Strahlen der Massagedüsen. Bei den vielen Aktivitäten im und um das Becken herum werden die  Beschäftigen heute von Nina Kusch unterstützt. Die 16-Jährige nimmt für den heutigen Aktionstag „Mitmachen Ehrensache“ gerne Putzlappen und Schlauch in die Hand, wischt den Boden in Duschen und Schwimmhalle und stapelt die biegsamen Wassernudeln wieder auf einen ordentlichen Haufen.

Nina Kusch ist aber nicht nur als fleißige Helferin vor Ort tätig, sondern in doppelter Mission unterwegs. Als „Botschafterin“ informiert sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler vom Gymnasium Korntal über die Ziele des Aktionstages und wirbt zugleich für ehrenamtliches Engagement: „Ich finde es wichtig, dass wir zwischendurch auch mal raus aus der Schule gehen. Dass wir mit dem verdienten Geld einen guten Zweck unterstützen können, ist eine richtig gute Sache.“ Viele, die bei der Aktion mitmachen würden, könnten für ihr künftiges Leben profitieren. So wie beispielsweise eine von Ninas Freundinnen: „Sie hat in einem Kindergarten geholfen und wurde danach gefragt, ob sie eine Ausbildung dort machen möchte. Und das hat auch geklappt.“ Zusammen mit anderen jungen Leuten hat Nina eine Schulung in der Akademie Bad Boll absolviert, die sie dafür qualifiziert hat, die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ bekannter zu machen. Wie das funktioniert, beweist die 16-Jährige heute vor laufender Kamera. Denn zu den Badegästen hat sich auch ein Fernsehteam gesellt, das Nina bei ihren Aktivitäten filmt. Selbstbewusst und unerschrocken beantwortet die Gymnasiastin die Interviewfragen.

Wie Nina Kusch haben in ganz Baden-Württemberg am Tag des Ehrenamts, dem 5. Dezember, Tausende von Schülerinnen und Schülern, die dafür schulfrei bekommen haben, in einem Betrieb ihrer Wahl mitgearbeitet.

Aktionsbüros in den verschiedenen Städten koordinieren und betreuen die unterschiedlichen Einsätze. In Ludwigsburg ist „Mitmachen Ehrensache“ bei der diakonischen Einrichtung „Karlshöhe“ angesiedelt, 12?000 Euro Erlös werden in Ludwigsburg für 2013 erwartet. Projektbetreuerin ist Iris Kapffenstein von der dortigen Jugendberatung. Unterstützt wurde sie von einer Studentin der Karlshöhe. Sie freut sich über die positive Resonanz: „Das Projektziel ist ja auch, dass alle etwas davon haben sollen. Die jungen Leute können mal in die Arbeitswelt hineinschnuppern, die Firmen können sich, ihre Tätigkeitsbereiche und die Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen.“ Und durch die Aktion könne auch die Karlshöhe mit ihren vielfältigen Aufgaben noch bekannter werden.

Bei der Firma „Silhouette“, die hier von ihrem Ludwigsburger Sitz aus Brillen vermarktet und vertreibt, stellen sich die Angestellten allmählich auf die Mittagspause ein. Auf eine kleine Unterbrechung bei Saft und Keksen freuen sich auch die emsigen Helferinnen Wendy, Sarah, Loriana und Saba, die vor einem Berg von Papieren sitzen. In den vergangenen Stunden haben die Mädchen nicht nur Ordner geleert und Blätter sortiert, sondern auch kleine Weihnachtspäckchen verpackt und mit einer roten Schleife zusammengebunden. Stefanie Trüb von der Marketingabteilung ist hochzufrieden mit ihren Helferinnen.Und die Schülerinnen sind es auch, wie das einstimmige Urteil zeigt: „Das war viel besser als Schule.“ Das Geld, das sie und all die anderen „Mitmacher“ am heutigen Tag verdient haben, geht an ein Afrikaprojekt der Stadt Ludwigsburg, an die Jugendhilfe Karlshöhe und an den Kinderhort einer Gemeinde im Erzgebirge, wo die Flutkatastrophe in diesem Jahr die Außenanlage und Spielgeräte zerstört hat.

Mehr Informationen über die Aktion "Arbeiten für den guten Zweck" erhalten Sie unter www.mitmachen-ehrensache.de

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