Christliche Themen für jede Altersgruppe

Ein Beruf mit Segen und Fluch

Was macht heutzutage das Berufsbild des Pfarrers aus? Was erwarten die Menschen von ihm? Was will und kann er leisten? Diese Frage steht umso dringender im Raum, weil die Struktur der Gemeinden sich verändern wird. Reagiert die Kirche auf diese Umwälzungen hauptsächlich mit Kürzungen und Stellenstreichungen? Pfarrerinnen und Pfarrer suchen nach Antworten.

Nicht nur im Dekanat Reutlingen rumort es. Aber dort wurde der Unmut in Worte gefasst. „Gut, gerne und wohlbehalten Pfarrer sein.“ Mit dieser Überschrift hat die Kirchlich-Theologische Arbeitsgemeinschaft im Auftrag des Pfarrkonvents einen Brief an alle kirchenleitend Verantwortlichen gesandt (Wir berichteten in Ausgabe 42, Seite 33). Grundtenor: Es wird ein Berufsbildprozess eingefordert, der die Aufgaben des Pfarrers neu definiert und zeitlich  quantifiziert, so dass auch Grenzen der Belastbarkeit deutlich werden. Vorbild ist ein mehrjähriger Diskussionsprozess der bayerischen Landeskirche, an dessen Ende eine Musterdienstordnung stand (siehe Seite 6).

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