Christliche Themen für jede Altersgruppe

Entspanntes Kennenlernen

STUTTGART – Der „Club International“ ist ein Treffpunkt für junge Leute aus aller Welt. Neben Sprachkursen und Unterstützung, zum Beispiel bei Au-Pair-Aufenthalten, bietet er den Teilnehmern die ­Gelegenheit, einander kennenzulernen und in verschiedene Kulturen einzutauchen. 

Beim Club International gab es zum Länderabend traditionelles Gebäck aus Georgien. (Foto: factum)


Es sieht aus wie ein normaler Jugendtreff. Stühle und Tische, dazu eine gemütliche Sitzecke. Es gibt eine kleine Theke, im Nebenraum stehen Tischtennisplatte und Kicker. Knapp 30 junge Leute füllen den kleinen Raum, die Stimmung ist gut, die Unterhaltung lebhaft. In der Küche wird kräftig gearbeitet, denn an diesem Abend gibt es Informationen über und Spezialitäten aus Georgien.

„Die Länderabende sind immer besonders gut besucht, denn hier gibt es interessante Informationen für alle“, erklärt Marie Skripec, die den „Club International“ mit einem Kollegen betreut und organisiert. Den Club in Stuttgart-Mitte gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Er gehört zum „Verein für internationale Jugendarbeit“, der wiederum zur Diakonie gehört. Neben interkulturellen Austausch bietet der Club Sprachkurse und praktische Hilfe für Menschen aus aller Welt zwischen 18 und 27 Jahren.

„In den Anfangsjahren ging es vor allem um Arbeitsmigranten“, sagt Skripec, „dann hat sich der Club um Au Pairs gekümmert. Jetzt wollen wir ihn für andere Zielgruppen öffnen, für alle jungen Leute, die Interesse haben, sich auszutauschen. Das können Studenten sein, Auszubildende, Leute, die schon in der Arbeitswelt tätig sind, aber auch Flüchtlinge, die nach Stuttgart kommen.“

Fragen zu Au Pair-Aufenthalten bilden immer noch einen Schwerpunkt der Beratung, Interessierte erfahren hier zum Beispiel etwas über die Erziehung in Deutschland. Aber das ist nur ein Teil eines bunten Angebots. Es gibt Tanz- und Filmabende, am 3. Oktober wurde „Good bye, Lenin!“ gezeigt und über die deutsche Wiedervereinigung gesprochen. Auch Ausflüge ins Mercedes-Benz-Museum, nach Straßburg oder Tübingen stehen auf dem Programm. Eine Kooperation gibt es mit den Clubs in München und Nürnberg. So ergibt sich die Möglichkeit, Gleichaltrige in Nürnberg zu besuchen und dort auf den Christkindlesmarkt zu gehen.

Der Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen ist eines der Hauptziele des „Club international“. Sozar Sharia hat am Länderabend begonnen, über Georgien zu erzählen. Es ist ein kurzer Streifzug durch die wechselvolle Geschichte, die letzten Jahrzehnte bekommen etwas mehr Raum. Religion, Tourismus, Wirtschaft, Kultur werden angesprochen. Und man erfährt etwas über den berühmten georgischen Wein. Sharia hat nicht nur den Abend mitorganisiert, er ist auch einer der zehn Ehrenamtlichen. „Ich bin als Au Pair nach Deutschland gekommen und studiere jetzt Wirtschaftsingenieurwesen“, erzählt er. „Ich engagiere mich, weil die Leute die gleichen Ziele haben. Es geht um Integration. Man hilft den Menschen, die hierherkommen, selbstständig ihren Weg zu finden.“

Jetzt wird das Essen herumgereicht. Besonders die georgischen Chinkali, Teigtaschen mit Hackfleischfüllung, sind begehrt und regen zum Vergleich mit den schwäbischen Maultaschen an. Die vielen Unterhaltungen füllen den kleinen Raum, gesprochen wird auf Deutsch. Die Sprachförderung ist ein weiteres wichtiges Ziel des Clubs. „Es gibt jetzt eine Theatergruppe in Kooperation mit zwei Studenten der pädagogischen Hochschule Ludwigsburg“, so Skripec. „Über Improvisation entwickeln wir verschiedene Szenen. Es geht darum, wie wir uns die Zukunft vorstellen. Das ist auch eine Möglichkeit, Deutsch zu üben.“ Im Dezember ist eine Aufführung geplant.

Menschen aus 48 Nationen besuchen den Club und das meist regelmäßig und über eine lange Zeit. „Wir sind religiös und kulturell offen, denn wir wollen ja gerade den Austausch“, betont Skripec. Dass die Verständigung klappt, kann man an diesem Abend sehen. Jetzt wird getanzt – natürlich zu Musik aus Georgien. Die Stimmung ist ausgelassen und locker.

Informationen zum "Club International"

Programm: freitags von 18–22 Uhr und sonntags von 16–20 Uhr

Kontakt über Marie Skripec oder Tom Hauber (0711-23941-33 oder -12)

Im Internet gibt es Informationen unter www.vij-stuttgart.de 

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