Christliche Themen für jede Altersgruppe

Im Garten der Bibel

HEIMSHEIM (Dekanat Leonberg) – Der alte Pfarrgarten in Heimsheim ist zu neuem Leben erwacht. Aus einem verwilderten Stück Land wurde ein Bibelgarten, der Raum für Jugendliche und Erwachsene bietet.  Dort kann man chillen, grillen und Pflanzen aus dem alten Israel entdecken. 

Heidi Braun vom Bibelgarten-Team vor der begehbaren Landkarte Palästinas.
(Foto: Gemeindeblatt)


Dein-Wort-ist-meines-Fußes-Leuchte-und-ein-Licht-auf-meinem-Wege: Wer einmal im Kreis herumgegangen ist, hat den Psalm 119 umrundet. Die biblischen Worte sind auf Steinplatten in den Boden eingelassen, ein kleiner Glaubensweg, der die Gäste willkommen heißt und neugierig macht auf den Bibelgarten hinter dem alten Schloss in Heimsheim.

Noch vor wenigen Jahren war hier ein wildes Gestrüpp von Pflanzen. Jetzt stehen dort Holzschafe, die von Jugendlichen ausgesägt wurden. Ein Metallkreuz, das der örtliche Kfz-Mechaniker geschweißt hat. Eine Figurengruppe mit Vater und Sohn, die von einem Motorsägenkünstler aus Holz geschnitten wurden.

Der Bibelgarten in Heimsheim soll mehr sein als nur eine historische Pflanzenschau. 2012 hat ihn eine Gruppe von engagierten Männern und Frauen der Kirchengemeinde zusammen mit ihrem Pfarrer Christian Tsalos so angelegt, dass er für alle Generationen etwas zu bieten hat: Jugendliche dürfen chillen, grillen und auf einer Slackline, einem Schlauchband, balancieren.

Sie malen Bilder und machen kleine Ausstellungen. Eine begehbare Landkarte stellt das alte Palästina da. Der Jordan, der See Genezareth, das Tote Meer, gestaltet aus Steinen und Pflanzen und so, dass man drin herumspazieren kann. Das Team um die Landschaftsgärtnerin Heidi Braun hält die Beete in Schuss und sorgt für die richtige Mischung.

Es ist der Gedanke biblischer Gastfreundschaft, der hinter dem Heimsheimer Garten steht. Niemand muss hier draußen bleiben, möglichst viele aber sollen sich angesprochen fühlen, den Botschaften der Bibel ein wenig auf die Spur zu kommen. Deswegen ist in Heimsheim auch etwas mehr erlaubt, als dort, wo nur Pflanzen das Bild bestimmen: Künstlerische Installationen, die neugierig machen und interaktiv sind, die manchmal ein wenig provozieren und zum Nachdenken anregen. Trotzdem ist das Ganze eine sehr sinnliche Angelegenheit. In einem Kästchen stehen Riechfläschchen mit Ölen. Biblische Düfte aus Lavendel, Zimt, Weihrauch und Minze. Ein Döschen mit Balsam für die Haut, so wie es vielleicht Jesus vor 2000 Jahren bekommen hat. Alle zwei Jahre wechselt das Motto, 2014 wird der gute Hirte von den Ich-bin-Worten abgelöst.

Die letzte aller Stationen ist dann dem   klassischen Thema gewidmet, ohne das kein Bibelgarten auskommt: die Pflanzen des alten Israels, von denen viele in der Heiligen Schrift erwähnt sind. Der Johannisbrotbaum, die Feige, die Christrose, der Judäische Salbei, das Gewürzkraut Ysop, der Maulbeerbaum, ja selbst die Linse ist ein urbiblisches Gewächs.

Wie all das wohl schmeckt? Auch darüber haben sich die Heimsheimer Gedanken gemacht und drei Sorten eines Bibelhonigs auf den Markt gebracht. Er enthält Zimt, Orange und Mandel. Außerdem gibt es mehrere Bibel-Tees und einen Gastronomen am Ort, der das Thema auf die Speisekarte genommen hat: Der Wirt der Sportvereinsgaststätte hat ein Bibel-Menü kreiert mit Hummus, Kichererbsen, Lamm, Huhn und Süßspeisen, wie sie im israelischen Raum üblich sind.

Bernhard Mutschler
Beziehungsreichtum
Franke Vlg.
29,99 €

Evangelisches Gemeindeblatt

Aktuelle Ausgabe 49/2017

THEMA - Angst überwinden

Ausgabe 4/2017

Luthers-Familienzeit

Jetzt Online-Magazin testen.

Meinungsumfrage

Meinungsumfrage

Werden Sie im neuen Jahr einen guten Vorsatz umsetzen?
Ja.
Nein.
Ich bin unentschieden.