Christliche Themen für jede Altersgruppe

Mehr Mut bitte!

Frank Winkels heißt der Mann, der die Hauptrolle im Pop-Oratorium „Luther“ übernimmt. Dem Schauspieler imponiert an dem Reformator vor allem der Mut, mit dem er seine Meinung vertrat. Luther ist für Winkels ein Vorbild auch für Menschen der heutigen Generation.

Artikel im ePaper lesen

Manchmal würde Frank Winkels sich am liebsten selbst ins Publikum setzen. Nämlich dann, wenn der Chor des Pop-Oratoriums „Luther“ mit bis zu 3000 Teilnehmern zu singen beginnt. Aber als Hauptdarsteller steht er ja selbst auf der Bühne. Für den Schauspieler und Sänger ist dabei nur einer der Star: der Chor. Diese vielen Stimmen im Hintergrund, das findet der 41-Jährige sehr beeindruckend.
Dass er einmal den Luther spielen würde, hat sich so entwickelt. Vor einigen Jahren spielte Winkels in St. Gallen in der Schweiz den Aaron beim Pop-Oratorium „Die Zehn Gebote“. Dort hat er auch Dieter Falk kennen gelernt, der das Pop-Oratorium

„Luther“ vertont hat. Als es um die Besetzung der Hauptrolle ging, klingelte bei Frank Winkels das Telefon und er wurde zum Vorsingen eingeladen. „Dann ging allles sehr schnell – zwei Tage später hieß es ‚du bist unser Luther‘.“ Die Rolle habe sich schon beim Vorsingen gut angefühlt, berichtet Winkels, der Charakter des Reformators liegt ihm.

Und Martin Luther fasziniert: „Er ist ein Querdenker gewesen, hat nicht zu allem Ja und Amen gesagt und seinen Glauben vorgelebt. Auch auf die Gefahr hin, dass er verfolgt oder mit dem Tod bedroht wird.“ Luther sei sehr viel mutiger gewesen als wir heutzutage, findet Frank Winkels. Und er möchte eine Botschaft transportieren: „Wir haben heute so viele Möglichkeiten, uns zu informieren und uns ein eigenes Urteil zu bilden. Wir sollten deshalb auch den Mut aufbringen, eine eigene Meinung zu haben, auch wenn sie von der der anderen abweicht.“

Dabei geht es Frank Winkels nicht darum, den Reformator zu verehren. Vielmehr will er die Gedanken und Taten Luthers in den Vordergrund stellen. Winkels sieht auch die dunklen Seiten des Reformators und nennt nur kurz das Thema Luthers Haltung gegenüber den Juden.

Das Pop-Oratorium „Luther“ hatte bereits am 31. Oktober 2015, dem Reformationstag, Premiere in der Dortmunder Westfalenhalle. Jetzt, etwas mehr als ein Jahr später, geht das Stück auf Deutschland-Tournee: Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Mannheim, Hamburg, Halle in Westfalen, München, Siegen, zum Abschluss Berlin. Jedes Mal mit einem anderen Projektchor, der sich vor Ort gebildet hat. Die Mitglieder des Projektchors singen meist nur zweimal mit den Profis: Zur Generalprobe und bei der Aufführung.

In Dortmund und auch bei einer Probe in Hamburg hat Winkels festgestellt, wie gut die Hobby-Sänger des Chors vorbereitet sind. „Das war gesanglich ganz toll.“ Auch, dass die Profis mit dem Chor zu einem Ensemble zusammen wachsen, ist für Winkels etwas Besonderes. 

Manchmal liegt viel Zeit zwischen den einzelnen Terminen. Vergisst Winkels da nicht ab und an mal den Text oder die Melodie? „Ich habe viele Szenen bildlich abgespeichert. Sobald ich weiß, wo ich stehen muss und zu wem ich etwas sagen muss, kann ich mir das viel leichter merken“, erzählt Winkels. Allerdings gibt er auch freimütig zu, dass nicht alles immer zu 100 Prozent gleich wieder da ist. Deshalb hat er das Textbuch bei der Generalprobe immer griffbereit.

Dass er schon einmal eine Rolle komplett verwechselt hat, ist ihm noch nie passiert. Doch einmal, es war letzten Sommer, spielte er einen ekelhaften Chef, mit einem, wie er sagt „schlangenmäßigen Gang“. Als er danach wieder an einem anderen Theater bei der Probe den Peppone geben sollte, da kam er mit genau diesem Chef-Gang auf die Bühne. Obwohl Peppone „eher bäuerlich“ auftritt. Doch das war schnell korrigiert.

Jetzt stehen die Zeichen ohnehin nur noch auf Martin Luther und sein Werk. Winkels freut sich darauf, denn mit solch großen Chören arbeitet er ja nicht alle Tage.

Das Pop-Oratorium „Luther“ ist am 21. und 22. Januar in der Porsche-Arena in Stuttgart zu sehen. Informationen: www.creative-kirche.de

Luthers-Familienzeit

Jetzt Online-Magazin testen.

THEMA - Die Bergpredigt

Ausgabe 3/2017

Evangelisches Gemeindeblatt

Aktuelle Ausgabe 34/2017

Meinungsumfrage

Meinungsumfrage

Haben Sie durch die Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum persönliche Impulse bekommen?
Ja.
Nein
Ich weiß es nicht