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Vorort des Himmels

Das Paradies gibt es nicht nur an weißen Sandstränden mit hochgewachsenen Palmen, sondern auch in der Kirchenarchitektur. Vor allem an zisterziensischen Klosterbauten werden zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert vor der Kirchentür Vorhallen gebaut, die „Paradies“ genannt werden.

Heutzutage liegt das Paradies versteckt. Zumeist müssen Archäologen an die Arbeit gehen. Bei sehr alten Kirchen und Domen werden sie oft fündig: Paradies, Vorhalle, Atrium, Narthex oder Galilaea wird in der Fachliteratur genannt, was im Boden versteckt ist oder offen zutage liegt. Etliche Paradiese sind sichtbar für jeden. Eines der schönsten nördlich der Alpen findet sich in Maulbronn. Form und Gestaltung sind so außergewöhnlich, dass die Architekturgeschichte ihre Erbauer die „Meister von Maulbronn“ nennt. Überhaupt haben sich die Paradiese viel mehr an zisterziensischen Klosterbauten erhalten als an Kirchengebäuden anderer Bautraditionen.

Dabei kam die Vorhalle – die Experten sind auf Vermutungen angewiesen – wohl über die byzantinische Baukunst zu den Mönchen des Benediktinerordens. Vielleicht war es ursprünglich der Versuch, die Vorhallen des Tempels zu Jerusalem nachzubilden. In der Zeit Kaiser Karls des Großen waren Benediktinermönche zu hohem Ansehen und in wichtige öffentliche Funktionen gekommen.

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