Christliche Themen für jede Altersgruppe

Zärtliche Spiritualität

Konstantin Wecker und die Religion

Spirituell geworden: Konstantin Wecker ist auch mit der Theologin Margot Käßmann auf Tour. (Foto: epd-bild)

Er ist Liedermacher, Pazifist, Linker, aber spirituell? Ja. Konstantin Wecker, der zu seinem 70. Geburstag seine Biografie vorgestellt hat, entdeckt schon länger seine mystische Seite. Vielleicht hat das auch irgendwie mit seiner Familie zu tun. Denn er lobt seine liebevolle Mutter, seinen tapferen Vater, der in der NS-Zeit den Kriegsdienst verweigert hat, und spricht mit seinen Kindern über Gott und Religion. „Ich blicke in Dankbarkeit auf mein Leben zurück.“

Er habe lernen müssen, sich von seinem Ego zu distanzieren und  zu sich selbst durchzudringen. Geprägt haben ihn eines Tages die Texte der Theologin Dorothee Sölle. Seitdem wisse er, dass Religion die Rückbindung an eine höhere Macht sei. Zugang zu Spiritualität habe er vor allem durch Musik und Literatur gefunden. Jungen Leuten empfiehlt er daher heute: „Schreibt Tagebücher. Man kann sich schreibend entdecken.“ Wecker, der sich vor allem auch als Dichter versteht, betont auch, dass das Leben jedes Menschen spannend sei. „Kein Grashalm gleicht doch dem anderen.“

Daher habe er die Kraft gefunden, alle seine Seiten anzusehen: seine Schwermut und seine Zärtlichkeit, die zwar in seinen Liedern Ausdruck findet, aber in seinem Leben oft verdeckt  war. Wecker weiß tief in sich, dass es eine Kraft gibt, die dieses Universum zusammenhält: „Es ist die Liebe.“ Und vielleicht, fügt er an, sei die Schöpfung aus einem herzhaften Lachen Gottes entstanden.


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