Christliche Themen für jede Altersgruppe

„Jeder Grashalm zählt“

„Staunen. Forschen. Handeln. Gemeinsam im Dienst der Schöpfung“ lautet das Motto des Tags der Schöpfung am 5. September. Was kann der Einzelne für das Klima tun? Und wo sind die Grenzen? Eine Pfarrerin und ein Pfarrer geben Einblicke in ihren Alltag.


Nachhaltige Tierhaltung und wenig Fleischkonsum schützen die Umwelt (Foto: Kara/Fotolia)

In erster Linie geht es beim umweltgerechten Verhalten um das Bewusstsein, findet Heidrun Stocker, Pfarrerin aus Lauterbach im Dekanat Sulz. „Das ist wie beim Abnehmen – allein schon dadurch, dass ich Punkte zähle, esse ich weniger“, sagt die 49-Jährige. Wer sich also bewusst mache, mit welchen Schadstoffen er die Umwelt belaste durch eine Autofahrt, der fahre automatisch weniger. Es gehe nicht darum, überhaupt nicht zu fliegen oder nicht Auto zu fahren – das Bewusstsein über die Auswirkungen sei entscheidend. Und so sieht sie auch ihr persönliches Umwelt-Engagement nicht verbissen, sondern flexibel: „Es muss auch Spaß machen, auf die Umwelt zu achten.“ Bei ihr zu Hause gibt es zwar viele LED-Lampen, aber längst nicht alle Lichter werden so betrieben. Die Stockers haben sogar zwei Autos, eins davon wird dienstlich genutzt: Wenn Heidrun Stocker abends von Schramberg nach Lauterbach zurück muss, hat sie anders gar keine Chance: „Der letzte Bus fährt um 19 Uhr nach Hause.“

Fahrradfahren fällt in ihrem Falle flach: Der Höhenunterschied innerhalb Lauterbachs ist einfach zu groß. „Ich habe ein Mal einen Hausbesuch mit dem Fahrrad gemacht. Beim Hinweg ging es bergab, das war kein Problem.“ Aber die Rückfahrt hatte es in sich: Vollkommen verschwitzt kam die Pfarrerin zu Hause an und wusste: So will sie nicht zum Hausbesuch erscheinen. Deshalb geht sie oft zu Fuß.

Umweltschutz wird bei Stockers wichtig genommen: Wäsche wird mit Regenwasser gewaschen, für Warmwasser gibt es eine kleine Solaranlage auf dem Dach. Und Pfarrmann Christof Stocker kocht ab und zu auch mal mit dem Solarkocher im Garten. „Das ist bei uns im Schwarzwald natürlich nicht so häufig möglich“, sagt seine Frau. Zwar sei beispielsweise im Winter die Sonneneinstrahlung oft besser als im Sommer, aber die kalten Außentemperaturen verhindern, dass der Kessel kocht. Doch „jeder Tag, an dem wir mit der Sonne kochen, ist ein guter Tag“. Auch auf die kleinen Dinge komme es an.

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