Christliche Themen für jede Altersgruppe

Begegnungsraum im Grünen

PLIEZHAUSEN (Dekanat Tübingen) – Seit 21 Jahren bedankt sich die Kirchengemeinde Pliezhausen mit einem Fest im Grünen bei ihren Ehrenamtlichen. Ein Zusammenkommen von Jung und Alt auf einem besonderen Gelände – dem „Greut“.


Schlange am Grill: Sehr viele Ehrenamtliche sind zum Sommerfest ins "Greut" gekommen. (Foto: Christoph Ludwig)

30 Grad zeigt das Thermometer am Abend des Ehrenamtfestes. Fröhliche Mienen bei den Gästen auf dem lauschigen Fleckchen Grün am Rande von Pliezhausen. 127 Ehrenamtliche sind gekommen, um im 21. Jahr gemeinsam zu feiern, was ursprünglich immer in der kalten Weihnachtszeit getrennt in den kirchlichen Ortsteilen Pliezhausen und Dörnach geschah. „1994 haben wir schließlich die beiden Parallelfeste zusammengelegt und daraus ein Sommerfest im ‚Greut‘ gemacht“, berichtet Pfarrer Helmut Stepper.

Möglich wurde das „Greut“ durch den Kauf von kirchlichen Grundstücken im Kontext der Flurbereinigung Ende der siebziger Jahre durch die Kirchengemeinde Pliezhausen, erinnert sich Alt-Kirchengemeinderat Franz Duppel. Er war bis vor zwei Jahren Ansprechpartner und Belegorganisator des gemeindeeigenen Freizeitgeländes.

Sein Nachfolger Matthias Knauf freut sich schon auf die beiden Sommerzeltlager im „Greut“ mit je rund 120 Kindern, die diesen Sommer stattfinden. Nicht nur von hier, auch vom Deutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ kämen junge Leute ins „Greut“, erzählt Kirchengemeinderat Martin Hertenstein. In diesem Jahr aus Ludwigsburg, Heilbronn und dem Schwarzwald. Seit 35 Jahren biete das Freizeitgebiet auf rund eineinhalb Hektar Fläche Begegnungsraum in Form von Freizeitheim, Spiel- und Grillplatz sowie Rasenflächen für Sport und Zeltlager. Immer an Pfingstmontag lade die Gemeinde ins „Greut“ zu einem Gottesdienst im Grünen.

Auch Johannes Warth von den Missionarischen Diensten habe hier schon seine Missionszeltkirche aufgeschlagen, die über die etwa 3000 Gemeindemitglieder umfassende Kirchengemeinde Pliezhausen hinaus bekannt sei, erzählt Hertenstein.

Und dann ist da eben das Ehrenamtfest, wo einmal im Jahr alle zusammen feiern und essen. Die sommerlicher Atmosphäre im „Greut“ fördert die Geselligkeit. „Ich kenne ja alle Gruppen unseres Kirchenlebens. Aber die einzelnen Mitglieder erfahren voneinander oft erst auf einer solchen Feier“, sagt Pfarrer Stepper. Vom Posaunen- und Kirchenchor über das Sing- und Musikteam bis zum Besuchsdienst, dem Kreis „Offenes Ohr“, der Männerband und dem Hauskreis „Nudelsüpple“ reicht das Spektrum der Ehrenamtlichen. „Sie sind lebendige Steine, die unsere Gemeinde bauen“, ruft Stepper an diesem Dankesfestabend den Besuchern zu.

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