Christliche Themen für jede Altersgruppe

Die falsche Heilige

In unserer Serie werden rechtschaffene Frauen vorgestellt, die der Reformation gegenüber aufgeschlossen waren, aber auch Frauen, die den Zeitgeist für ihre eigenen Zwecke genutzt haben. Anna Laminit gehörte zu ihnen. Sie wurde zu Lebzeiten als Heilige verehrt und war dennoch eine Betrügerin.

„Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“ Das legendäre Gewittergebet und die Verehrung Luthers für die heilige Anna sind bekannt. Doch einst folgte der in Glaubensdingen so kritische Mann auch dem Ruf einer falschen heiligen Anna.

Anna Laminit, um 1480 in Augsburg geboren, wurde schon zu Lebzeiten als Heilige verehrt, auch wenn sie log und betrog und alles andere als heilig war. Ob gemeines Volk oder Fürsten, selbst Kaiser Maximilian I., huldigten ihr. Luther befand sich also mit seinem Interesse für diese Heilige in bester Gesellschaft.

Schon mit 15 oder 16 Jahren stand Anna wegen „Kublens und anderer Büberey“ am Pranger und wurde aus Augsburg verjagt. Mit Hilfe ihres Gönners Ulrichs VI. Rehlinger 1497 zurückgekehrt, lebte sie zunächst als Begine ein frommes Leben, konnte aber dann der Versuchung nicht widerstehen und umgab sich mit dem Schein der Heiligkeit.

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