Christliche Themen für jede Altersgruppe

Was glaubst du?

Ist es noch der Opa mit dem weißen Bart, den Kinder sich vorstellen, wenn sie an Gott denken? Und was kann dieser Gott? Was Kinder glauben, das möchte wir gerne von Ihnen, liebe Eltern und Großeltern wissen. Erzählen Sie es uns. 



„Die Welt ist doch ein großer Topf und an den Henkeln hält der liebe Gott diese Welt.“ So hat ein Kind einmal seine ganz eigene Weltsicht erklärt. Und mal ehrlich: Welcher Erwachsene würde sich so eine Erklärung überall zu formulieren trauen?

Wenn es um den Glauben geht, dann setzen Erwachsene ihren Verstand als Filter ein. Nur was dieser geprüft und kontrolliert hat, verlässt unser Gemüt und dringt nach außen. In dem Buch „Woran glaubst du?“ (siehe Buchtipp) schaffen einige diesen Sprung in die eigene Seele. So schreibt der evangeliche Gefängnisseelsorger Thomas Wagner, wie er aus seinem Garten Kraft schöpft: „Aus jeder Ritze wächst Hoffnung und sprießt Lebenskraft. Alles dort ist mir liebevoll vertraut, meine Frau kennt sogar die Namen der Pflanzen. Ich habe mich an meiner Welt mit ihren Menschen und Schönheiten festgeklammert wie ein kleines Kind am Hals seiner Mutter. Ich darf im Schatten eines großen Baumes ruhen.“

Oder Wolfgang Vorländer schreibt: „Ich stelle mir vor, wir befinden uns in Gott, wie in einem Mutterleib. Kann ein Kind im Mutterleib seine Mutter beschreiben?“

Theologie und Kirche, Pfarrer und Religionslehrer sehen ihre Aufgabe vornehmlich darin, von Gott zu erzählen, seine Botschaft zu erklären, sie zu deuten. Das ist wichtig. Aber davor müsste noch etwas anderes stehen: das Zuhören. Hören, was Menschen glauben, worauf sie vertrauen, welche Vorstellungen sie haben.

Kinder äußern diese Vorstellungen ganz ungeschminkt. Allerdings nie auf Knopfdruck. Eine Pfarrerin fragte die Kinder im Religionsunterricht einmal, ob sie an Gott glauben, und bekam von einem Mädchen prompt die Antwort „Nein“. Zu Hause konnte man das gleiche Mädchen beobachten, wie es für den verstorbenen Onkel betet.

Also was Kinder vorgeben zu glauben oder nicht zu glauben, muss nicht mit dem übereinstimmen, was sie tatsächlich tun, wofür sie beten, oder warum sie religiöse Lieder singen.

Es vermischen sich auch Glaube und Fantasie, wenn ein siebenjähriges Mädchen an die Traumwolke glaubt, die ins Zimmer schwebt und Träume wahr werden lässt. Oder wenn ein Junge erzählt: „In der Schule bin ich fast von einem Klettergerüst gefallen, aber die Engel haben auf mich aufgepasst.“

Woran erinnern Sie sich?

Irgendwann, das weiß auch der Religionspädagoge Albert Biesinger verändert sich der Kindheitsglaube. „Er häutet sich genauso, wie sich die Gestalt vom Jungen zum Mann und vom Mädchen zur Frau häutet, sagt Biesinger. Und deshalb ist es gut, auf Fragen von Heranwachsenden gute Antworten zu haben.

Doch die Phase davor ist noch viel spannender. Und deshalb fragen wir nach Ihren Beobachtungen. 

Was haben Ihre Kinder, Ihre Enkel gesagt, getan, gefragt? Wo hat sich ihr Glaube ausgedrückt? Woran erinnern Sie sich? Schreiben Sie uns Ihre Geschichten:

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