Eugen Völlm (84): „Mir ist klar geworden, welche Verantwortung ich allein durch mein Dasein habe“
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Kurioses aus Kirche und Internet Frisch Fromm Frei präsentiert interessante, aber auch skurrile christliche Internetangebote und Nachrichten – wenn auch "anders verpackt". Die "frischen vier Minuten" sind eine Kooperation des Evangelischen Medienhaus und der Evangelische Gemeindepresse GmbH in Stuttgart.
Am Rande des Marathonlaufs
Zum siebten Mal findet in dem landschaftlich, wunderschönen Bottwartal ein Marathonlauf statt. Unter all den jungen und älteren Zuschauern sind auch wir, ein Ehepaar, das einige, das "zig Lenze" auf dem Buckel hat.
Wir wollen unseren Sohn sehen, wie er den Halbmarathon bestreitet. Einmal ist er schon an der Stelle, wo wir stehen, vorbeigekommen. Wir können ihm zurufen und er sieht uns auch. Nun warten wir auf den Rücklauf, an fast der gleichen Stelle.
In der Zwischenzeit stellt sich ein kleiner Knirps neben mich. Er hält in der Hand einen kleinen Fächer aus Papier, der etwas Krach macht, wenn er ihn dementsprechend betätigt. Ich sage zu ihm: "Zeige mal, wie du das machst, damit man etwas hört." Das lässt er sich nicht zweimal sagen. Er erzählt: "Mein Papa läuft mit, der hat schon einmal gewonnen, und er hat schwarze, lockige Haare." Ich frage ihn: "Und du, bist du bei den Bambinis mitgelaufen?" "Ja, und ich habe gewonnen." Er strahlt übers ganze Gesicht. Da muss ich ihn doch fragen, wie er heißt. Er nennt mir seinen Namen, fragt aber gleich zurück: "Wie heißt du?" Ich sage ihm, dass ich Maria heiße, da schaut er mich groß an und sagt: "Dann bist du die Mutter von Jesus." Ich erkläre ihm, dass Jesus viel früher geboren wurde und ich nicht seine Mama sein kann. Er gibt ohne danach zu fragen, die Straße und Hausnummer an, wo er wohnt. Auf einmal sagt der kleine Mann: "Ich habe eine neue Freundin."
"Wie heißt sie denn und wer ist sie?" frage ich zurück. "Du bist es." Da bin ich aber erstaunt. So schnell wurde ich bisher noch nicht zur neuen Freundin erklärt. Leider kommt seine Mama und holt ihn weg.
Dieses kleine Erlebnis am Rande des Marathonlaufes war so schön, dass ich das Bedauern eines neben mir stehenden älteren Mannes, nicht mehr mitlaufen zu können, fast schon wieder vergessen habe.
Die Aussage meines "neuen kleinen Freundes", dass ich die Mutter von Jesus sei, lenkte meine Gedanken auf einen Vers in der Bibel, im Johannesevangelium. Maria, die Mutter von Jesus trug vor 2010 Jahren ihn in einer ganz normalen Schwangerschaft aus, wie es bei jedem Kind der Fall sein sollte. In dieser Zeit war ihr Körper einer Wohnung gleich. Dieses Geschehen war einmalig.
Nun zu dem Vers in Johannes 14, 23, wo Jesus zu seinen Jüngern sagt: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Für ein ganzes Leben gilt diese Zusage! Noch Fragen offen? Vielleicht solche wie einst bei Nikodemus?
Bald ist Advent und Weihnachten, da singen wir wieder das schöne Lied, "Macht hoch die Tür ....". Mit der letzten Strophe " Komm, o mein Heiland Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist" sprechen wir eine Einladung aus. Wie weit sind die Türen unserer Herzen geöffnet, dass der König der Ehren einziehen kann, und bekommt er dann auch Bleiberecht?
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