Gemeindeblatt aktuell

 

Das Leben hinterm Holzhaufen
Zwei oder drei Mal in der Woche lädt Eugen Völlm

Eugen Völlm (84): „Mir ist klar geworden, welche Verantwortung ich allein durch mein Dasein habe“

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M. Ernst Wahl

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Diakonie Mutmachbuch

Die zehnte Karte – Wer nicht singen kann, der........

Sieben Frauen waren mit einem VW - Bus unterwegs. Sie fuhren zu einer

Aufführung von „Romeo und Julia“ auf der Freilichtbühne in Schwäbisch Hall.

Bis auf eine ältere Frau waren es junge Mütter, die am Sonntagnachmittag

frei nahmen, von Mann und Kindern.

Beim Kartenkauf ging man noch von zehn jungen Müttern aus. Drei fuhren noch

extra in einem PKW. Doch wie es so oft passiert, eine der Frauen konnte nicht mit.So wurde eben jene ältere Frau von Ihrer Tochter gefragt, ob sie nicht mit gehen möchte. Nun war sie doppelt so alt, wie die meisten dieser Frauen. Da wurde ihr der Unterschied zwischen ihrem Leben als junger Frau und Mutter wieder einmal richtig bewusst, gegenüber der heutigen Generation. Ganz ohne Neid konnte sie denken, wie gut es doch diese Frauen heute haben.

So eine Fahrt dauert und es wird geschwätzt, unter anderem auch vom Singen. Es wurde gesprochen von Liedern die man leicht singen kann und solchen die nicht einfach zu singen sind, z. B. neuere Lieder aus dem neuen Gesangbuch. Eine der Frauen die eine laute, helle Stimme hat, weiß wie peinlich es ist, wenn man falsch singt. Die ältere Frau erzählte, wie am Vormittag in der Kirche eine Sängerin zwei Bänke hinter ihr saß und mit ihrer hellen Sopranstimme beim Kehrreim von „ Herr wir bitten dich, komm segne uns“ die Überstimme gesungen habe. Wunderbar sei das gewesen. Darauf sagte ihre Tochter: „ Weißt du nicht mehr, als ich noch ein Mädchen war, war es mir peinlich, wenn du in der Kirche so laut gesungen hast.“ Nein – die Mama wusste es nicht mehr. Die Tochter sagte weiter: „ Wenn ich dich darauf angesprochen habe, hast du mir damals geantwortet, in der Kirche darf jeder so mitsingen, wie er es eben kann.“

Aber was tun, wenn man gar nicht singen kann? Da wird ein neueres Kinderlied empfohlen, das von einem Kinderchor mit Begeisterung gesungen wurde.

„ Wer nicht singen kann, der brummt halt, - der klatscht halt, - der trampelt halt“ und das alles zum Lobe Gottes.

Die ältere Frau weiß noch um eine andere Art Singen. Vor vielen Jahren hatte sie sich den Satz zu eigen gemacht: „ Man kann die Sorgen sich vom Herzen singen.“ An Material zum Singen fehlt es nicht. Allein im Ev.Gesangbuch gibt es über 600 Lieder. Viele davon sind echte Sorgenbrecher.              

 

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