Eugen Völlm (84): „Mir ist klar geworden, welche Verantwortung ich allein durch mein Dasein habe“
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Kurioses aus Kirche und Internet Frisch Fromm Frei präsentiert interessante, aber auch skurrile christliche Internetangebote und Nachrichten – wenn auch "anders verpackt". Die "frischen vier Minuten" sind eine Kooperation des Evangelischen Medienhaus und der Evangelische Gemeindepresse GmbH in Stuttgart.
Das Pfund
Wir sahen manchen schon, nach langen Jahren wieder
Wir lebten, hofften, sangen damals eines bunten Lebens frohe Lieder
Gute Tage gaben Mut und Hoffnung
Das Pfund o Herr, das du uns anvertraut, es muss doch Früchte tragen
Am jüngsten Tag willst du es wieder haben
Im Frühjahr unsres Lebens da fanden wir das Liebste und das Glück
Ja damals, denken wir und sehnen uns zurück.
Den Schatz, die Liebe, die Mutter meiner Kinder, die heut noch zu mir hält;
Froh stimmte uns die Arbeit, und waren wir auf unsres Lebens Ackerfeld.
Das Pfund, Herr Gott, das du uns anvertraut, es muss doch Früchte tragen,
Am neuen Tag, sollst du es wieder haben, oder forderst du gar mehr zurück?
Der Sommer unsres Lebens kam mit raschen Schritten, so plötzlich, unverhofft,
Wir beide stürzten uns in Arbeit, wollten unser Tagewerk vollenden, viel zu viel und das so oft
Des Herren Wort, es konnte meine Unrast, Zweifel, nicht mehr stillen, wenig Hoffnung spenden;
Familie, Frau und Kinder, ja auch die Seele blieb zurück. Oft fühlte ich mich leer, wie soll das enden?
Ich war für seine Botschaft Weg, kein gutes Ackerland, der Lebensstrom zu wild, kein Steg;
Dein Pfund, das du mir anvertraut, es muss doch Früchte tragen.
Am besten jetzt und heute schon, nicht erst zur Ewigkeit u. zu den letzten Tagen
Es ist Herbst, die Freunde, wir sind anders als damals, gar mancher Traum ist nicht gereift;
Der Lebensbaum steht vor der Ernte, der Hauch des Endlichen schon durch die Äste streift
Und doch, was kann man wirken ohne dich oh Herr und Gott, was schaffen,
Das Streben, mühen, unser Wollen, manches u. vieles mussten wir gar unverrichtet verlassen
Nun sind wir hier und niemand treibt uns mehr die Hoffnung aus
Und wenn du willst o Herr, so kommen wir zu dir nach Haus.
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