Gemeindeblatt aktuell

 

Das Leben hinterm Holzhaufen
Zwei oder drei Mal in der Woche lädt Eugen Völlm

Eugen Völlm (84): „Mir ist klar geworden, welche Verantwortung ich allein durch mein Dasein habe“

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M. Ernst Wahl

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Diakonie Mutmachbuch

Der 90ste Psalm

Gottes Ewigkeit und des Menschen Vergänglichkeit

 

Bei Dir Gott finden Zuflucht wir

jetzt und zu allen Zeiten.

So wie bis heut’, bleibst Du bei mir

in alle Ewigkeiten.

Denn vor Dir Gott sind tausend Jahr

so wie der Tag, der gestern war.

Bevor der Erde Grund gelegt,

noch eh’ die Berge waren,

hast Du die Menschen dir geprägt

und lässt ihr Leben fahren

wie einen Strom im dürren Land.

Ein Traum nur ist ihr Leben,

ein Gras, das in der Früh’ noch stand,

liegt rasch verdorrt daneben.

Denn vor Dir Gott sind tausend Jahr

so wie der Tag, der gestern war.

Das macht Dein Zorn, dass wir vergehn,

Dein Grimm, dass wir nicht bleiben.

denn wenn wir unsre Sünde sehn,

muss uns Dein Licht vertreiben.

Wie ein Geschwätz geht Jahr um Jahr,

nur kurz währt unser Leben.

Vielleicht sind’s siebzig Jahre gar,

die uns von Dir gegeben.

Auch achtzig Jahre können’s sein.

Was köstlich dran gewesen,

war oft nur Arbeit, Müh und Pein,

wovon wir uns dann lösen.

Denn vor Dir Gott sind tausend Jahr

so wie der Tag, der gestern war.

Das Leben fähret schnell davon,

wir können’s kaum begreifen:

Ein Vogelflug, ein dumpfer Ton,

ein Kleid, das wir abstreifen.

Doch wer glaubt Deinem Zorn, o Gott,

Dein Grimm will keinem frommen.

So lass uns bittend in der Not

zu der Erkenntnis kommen:

Solang wir leben auf der Erd’,

wollst unsern Sinn Du lenken,

dass Klugheit uns gegeben werd’

und wir den Tod bedenken.

Denn vor Dir Gott sind tausend Jahr,

so wie der Tag, der gestern war.

 

Und weil wir Deine Knechte sind,

so fülle uns mit Gnaden,

auf dass wir glücklich wie ein Kind,

uns freuen ohne Schaden.

Nach langer Plag erfreue uns,

lass uns nicht länger leiden.

Zeig Deinen Knechten Deine Gunst,

dass wir das Böse meiden.

Schenk Herr uns Deine Freundlichkeit,

lass wirken unsre Hände,

dass wir nach dieser Lebenszeit

erfahrn ein gutes Ende.

 

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