Eugen Völlm (84): „Mir ist klar geworden, welche Verantwortung ich allein durch mein Dasein habe“
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Kurioses aus Kirche und Internet Frisch Fromm Frei präsentiert interessante, aber auch skurrile christliche Internetangebote und Nachrichten – wenn auch "anders verpackt". Die "frischen vier Minuten" sind eine Kooperation des Evangelischen Medienhaus und der Evangelische Gemeindepresse GmbH in Stuttgart.
Im Auftrag lebend:
In jedes Augenpaar
Funken großer Güte schleudern
gewürzt mit zartestem Hauch
handfesten Humors
und zünftiger Lebensfreude
Dabei gewiss sein, dass man trifft!
So werden Augen-Blicke
zur unerschöpflichen Kraftquelle
Freude im Himmel
über ein erhelltes Gesicht
Geht hin in Frieden!
Zu "Priere" (Orgel) von C. Franck
Gebt dem Gebet einen großen, weiten Raum
Einer wählte den Garten Gethsemane
Dort musst du nicht hin – es ist vollbracht
Geh in dein Lebensgärtlein
Einer wartet auf dich
Mir ist, als sei er der Gärtner
Ihm klage ich meine Sehnsucht
Nach viel mehr Frucht
Warum bleibt sie aus?
Er aber hält Ausschau, wohin er säen kann
Bewässert verhärteten Grund
Wäscht mir wie zufällig die Füße
Ich aber will nicht ersterben
Mich nicht ändern, nicht geduldig warten
Mit meinem Namen liebkost er mich
Selig sind die einwilligen:
Nicht mein, sondern dein Wille geschehe
Denn die Siegesmelodie gilt ihnen
Erklingt über aller Wirrnis
Gebt dem Gebet einen großen, weiten Raum
Dort wartet der Eine
Vollbringt dieses Wunder
Dass du ihn singen und erzählen lässt
Und er mit dir umkehrt
Zurück in dein Lebensmoll
Ich bin gewiss
Erwärmende Auferstehungsstrahlen
werden Früchte hervorbringen
Dreißig- sechzig- und hundertfältig.
Herbstarbeit
Nebelbeschichtet
Schien mir vernichtet
Die Aussicht auf Tag
Düster ich lag
Wolkenverhangen
Zaghaft gegangen
Hinaus in den Tag
Zweifelnde Klag
Kältebedrohlich
Kann ich nicht fröhlich
Ich fürchte den Tag
Flüchte vor Plag
Morgenrotglühen
Feuriges Mühen
Mich braucht dieser Tag
Früchte er trag
Sonnenbeschienen
Licht will mir dienen
Erhellen den Tag
Schritte ich wag
Schöpfungsentzücket
Herzlich erquicket
Wie bunt dieser Tag
„Danke“ ich sag
Sturmesbeständig
Will ich nun wendig
Erfrischt in den Tag
Komme was mag
Über den Geburtstagsmonat meines Mannes
novemberverästelt kahl
sind Bäume einfach still
hervorgetreten Tröstliches
dunkelerhellter Vogelnester
erarbeitete Geborgenheit
zur Zeit des Sommers
gilt nun
Leben zwingt wieder und wieder
zu machtlosem
entgrünten Nur-Sein
Geburt großer Stärke
in ausharrendem Fühlen
allein beständiger Schaffenskraft
der Verwurzelung
"Kleines Gedicht"
zu Toccata, Adagio u. Fuge C-Dur (Bach)
Alles hat seine Zeit
C-Dur, Anfängertonart , Alltagsgrau
heute ist ihre Stunde
auf dem Felde auszurufen
soli deo gloria
sich zu erheben bis unter den Himmel
sorgenfrei
Alles hat seine Zeit
an a-moll Zweigen
seine Trauer weiden
seht die Vögel, seht die Lilien
melodienumworben
gedeihen sie
Heute ist die Stunde
Humor zu säen
Heiterkeit zu ernten
und doch nichts festzuhalten
sorglos entfleuchen lassen
zu seiner Zeit
lache dein Alltag
ein C-Dur Necken
Gottes Aufforderung an uns, zu leben:
Mir ist
Als sitze Gott majestätisch am Firmament
Seine Arme ausgebreitet in rundvollem Schwung
Ähnlich einer umarmenden Geste
Nachdrücklich ruhend sein Blick
Auf den kraftvoll geöffneten Händen
Verkörperlichter Ausruf seiner Uranweisung:
“Macht euch die Erde untertan
Dieses kleine Stückchen Land, das
Euer Leben bedeutet!“
Und
Als sei er zugleich sehr nah
Seinen heiteren Segen
Uns liebevoll durchs Haar streichend
Voller gütiger Besorgnis
Ob wir erfasst werden
Mit welcher
Bedeutung, Größe, Liebe. Ausschließlichkeit
ER
Jedes Leben auszeichnet.
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