Christliche Themen für jede Altersgruppe

Bau dir deine Kirche in Minecraft

Das Computerspiel Minecraft ist bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Für Pfarrer Thomas Ebinger Grund genug, es auch mit Konfirmanden zu spielen. Dorothee Schöpfer aus der Redaktion des Evangelischen Gemeindeblatts erklärt, wie es funktioniert.

Computerspiel Minecraft: Man kann damit auch eine Kirche kons-truieren. Konfirmanden-Pfarrer Thomas Ebinger (unten) setzt es gezielt ein. (Fotos: privat)

Computerspiele haben keinen guten Ruf. Um kaum ein Thema gibt es mehr Streit im Erziehungsalltag, als um die Zeit, die Kinder und Jugendliche vor dem Monitor sitzen. „Geh doch nach draußen spielen“, „Mach jetzt endlich mal Hausaufgaben und schalte den Rechner aus“, tönt es elternseits in die Kinderzimmer. Doch die digitalen Spielwelten sind eben ungeheuer reizvoll. 

Thomas Ebinger ist für die Konfirmandenarbeit in der Landeskirche zuständig, in der digitalen Welt zuhause und kennt sich auch mit Computerspielen aus. Die verdammt er keineswegs: „Es gibt viele Hinweise darauf, dass Computerspiele besondere Fähigkeiten befördern, wenn man die richtigen spielt “, schreibt Ebinger in seinem Konfi-Blog. 

Die Faszination, die Spiele am Monitor ausüben, nützt Ebinger für seine Arbeit mit Jugendlichen und setzt dabei insbesondere auf das immens populäre Spiel „Minecraft“. Eine Art virtuelles Lego, bei dem man in kurzer Zeit eine neue Welt erschaffen kann: Das können fliegende Schlösser, Zwergenstädte oder die eigene Nachbarschaft sein, alles ist möglich in diesem digitalen Sandkasten. Oder die Spieler erkunden eine vorgegebene Landschaft mit ihren Höhlen und Tieren, bauen dabei Materialien ab, die später wieder verbaut werden und gestalten selbst Werkzeuge dafür.

Konfirmanden lieben Minecraft

„Das Spiel bietet unendlich viele Möglichkeiten, kreativ zu werden“, sagt Thomas Ebinger. Erst die Grenzen der eigenen Vorstellung bilden die Grenzen des Spiels. Sich eine eigene Welt zu gestalten – da liegt der Gedanke an die Schöpfungsgeschichte nahe. Nicht nur deshalb ist Minecraft für Ebinger ein interessanter Ansatz, um mit Konfirmanden, die hier quasi Gott spielen können, ins Gespräch zu kommen.

In der Altersgruppe der Konfirmanden ist „Minecraft“ besonders populär. Man kann mit Minecraft auch Szenen darstellen und biblische Geschichten erzählen. Selbst Nicht-Spieler können die virtuellen Schöpfungskräfte der Jugendlichen erleben – so hat Ebinger schon Filme oder Bildschirmfotos aus Minecraft-Welten im Gottesdienst gezeigt.

Minecraft-Session auf dem Festival in Stuttgart

Minecraft beim Reformationsfestival: Sonntag 12 bis 16 Uhr auf der Aktionsfläche Medien. Zudem gibt es noch andere multimediale Mitmach­angebote für Jugendliche: Etwa eine virtuelle Schnitzeljagd durch die Innenstadt oder die Herstellung eines Trickfilms in wenigen Minuten. 

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