Christliche Themen für jede Altersgruppe

Mit „Wetten dass“ zum großen Erfolg

Rolf Zuckowski ist der bekannteste Kinderliederdichter Deutschlands. Berühmt wurde der bekennende Christ durch Auftritte in „Wetten dass ...?“, wo auch seine „Weihnachtsbäckerei“ Premiere hatte. Kürzlich feierte der Hamburger 70. Geburtstag. 

Rolf und seine vielen kleinen Freunde: Das Foto zeigt Zuckowski bei einem Tourneestart im Jahre 2000. (Foto: privat)

Eines Tages brachte sein Vater ihm eine Gitarre mit. Sein Vater war Seemann. Die Gitarre und das Meer. So begann eine Musikerkarriere, die freilich in eine ganz andere Richtung gehen sollte. Statt Seemannslieder im Stile eines Freddy Quinn sang Rolf Zuckowski Kinderlieder. Ein Leben lang.
Dieses Leben begann am 12. Mai 1947 in Hamburg. 70 Jahre ist das jetzt her. Der junge Gitarrist gründete eine Schulband und studierte danach Betriebswirtschaftslehre. 1972 stieg er in die Geschäftsführung eines Musikverlages ein.

Nur zum Spaß schrieb er Lieder für seine Kinder, Anuschka, die 1971 geboren wurde, und Alexander, der 1974 auf die Welt kam. Er wollte ihnen Mut machen, er, der seinen eigenen Vater durch einen Suizid verlieren sollte.

Den fröhlichen Rolf und seine „Vogelhochzeit“ (1977) wollten bald auch andere hören. Er trat in Schulen und in Kindergärten auf, sang für die Aktion „Ein Herz für Kinder“ und landete 1981 mit „Du da im Radio“ einen ersten Hit. 1981 bekam er als Moderator eine Kindersendung bei „Radio Luxemburg“.
Der große Durchbruch freilich kam in der TV-Sendung „Wetten dass ...?“ Gleich zweimal trat Rolf Zuckowski dort auf. 1982 sang er mit Kindern das Stück „ ... und ganz doll mich“. Eine Volker-Lechtenbrink-Nummer, die der von der amerikanischen Country-Musik abgeschaut hatte. Zuckowski schrieb sie in ein Kinderlied um und belegte bei Dieter Thomas Heck Platz eins der Hitparade. Später kam er damit sogar ins Guiness-Buch der Rekorde, weil er es mit 3776 von Kindern getexteten Zeilen so weit ausdehnte, dass daraus das längste Lied der Welt wurde.

Als er das zweite Mal in „Wetten dass..?“ auftrat, war Rolf Zuckowski längst eine Berühmtheit. Und doch gelang ihm dort 1987 ein Coup, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte: Die „Weihnachtsbäckerei“, bis heute sein bekanntestes Lied, feierte dort Premiere und wurde schon bald zum Evergreen.

Zuckowskis Werke sind aus keinem Kinderzimmer und Liederbuch für Jungen und Mädchen wegzudenken. Auch sein Geburtstagsklassiker „Wie schön, dass du geboren ist“ zählt zu den Dauerbrennern, die sich immer wieder auch in christlichen Liedsammlungen finden.

Selbst ist der Sänger seit langem bekennder Christ. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt erzählte er, dass es der Pastor von Keitum auf Sylt war, der ihn zum Glauben führte. Seither ist er auch in seiner Gemeinde in Blankenese aktiv und hat auch schon in Gottesdiensten gesungen. „Der Glaube gibt mir innere Ruhe“, sagt der, der sich eigentlich schon in den Ruhestand verabschiedet hatte, zum 70. Geburtstag aber mit neuer CD und Tournee ein Comeback feierte.

Das Medienecho zum Jubeltag fällt wie immer gemischt aus: Während die einen ihn verehren, sehen die anderen in Zuckowski einen „Gotthilf Fischer für Kinder“, dessen Lieder in der Endlosschleife Eltern den letzten Nerv rauben. Den Kindern ist das ganz egal: Wer einmal von den musikalischen Plätzchen aus Rolfs Weihnachtsbäckerei gekostet hat, will sie im nächsten Jahr unbedingt wieder haben.   

Informationen im Internet unter www.musik-fuer-dich.de



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