Christliche Themen für jede Altersgruppe

Luthers Choral „Ein feste Burg“ auf Suaheli

Dokumentationsfilm über lutherischen Chorwettbewerb in Tansania

Die Chöre aus Tansania singen in ihren Musikvideos in der freien Natur. (Foto: privat)


Jedes Jahr nehmen über 1500 Chöre an Wettbewerben im Norden von Tansania teil, im Finale des über 60 Jahre alten Wettbewerbs der evangelisch-lutherischen Kirche treten die besten Chöre gegeneinander an. Dabei müssen sie einen von der Kirche festgelegten Choral singen, in diesem Falle „Ein feste Burg ist unser Gott“, sowie einen selbst komponierten Song. Der Dokumentarfilm „Sing it loud – Luthers Erben in Tansania“ begleitet drei dieser Chöre auf dem Weg zum Wettbewerb und einige ihrer Sänger und Sängerinnen in ihrem Alltag.

„Sing it loud“ ist eine Dokumentation, in der vor allem die Bilder sprechen – und ausschließlich die Protagonisten selbst zu Wort kommen. Sie werden zu Hause besucht und bei den Proben in ihren jeweiligen Kirchen. Zuschauer erhalten so einen authentischen Einblick in die Lebensumstände der Sängerinnen und Sänger, beispielsweise eines Bauernehepaars vom Land, einer Händlerfamilie in der Großstadt Arusha und von Jugendlichen in derselben Stadt.

Die Familie des Autohändlers beispielsweise zählt sich zum Mittelstand. Deshalb fühlt sie sich verpflichtet, für die Haushaltstätigkeiten jemanden anzustellen. „Wenn wir das nicht machen würden, hieße es bei den Nachbarn, wir wären geizig und wollten unser Geld festhalten“, beschreiben sie ihre Lebensweise.

Ganz anders ergeht es den Mitgliedern des Jugendchors. Einige von ihnen sind in der Stadt gestrandet, auf der Suche nach Arbeit, einem besseren Auskommen, einem besseren Leben. Und erst in der Gemeinschaft der Sängerinnen und Sänger haben sie ein Zuhause gefunden.

Die Bäuerin wiederum war ursprünglich eine einfache Sängerin. Inzwischen komponiert sie eigene Lieder. Die Musik gibt ihr Kraft für ihren beschwerlichen Alltag, der ihr Handarbeit abfordert und ein einfaches Leben in einer bescheidenen Behausung.

Manche Chöre engagieren für den Wettbewerb eigens einen Chorleiter, der auch Noten lesen kann. Der möchte bezahlt werden. Auch die Fahrt zum Abschlusswettbewerb kostet Geld. Das ist nicht immer vorhanden; Ideen müssen also her. Beispielsweise, sich Geld zu leihen, um damit eine CD zu produzieren. Und diese dann zu verkaufen.
Gemeinsam ist allen Chören, dass sie diesen Wettbewerb gewinnen wollen. Deshalb treffen sie sich auch nicht nur ein Mal in der Woche zu den Proben, sondern häufiger. Sie singen den Luther-Choral auf Suaheli, doch sie müssen sich erst an die Melodie und den Rhythmus gewöhnen. Und natürlich lernen sie alles auswendig. Aufgeregt machen sie sich in ihren farbenprächtigen Kleidern auf den Weg zum großen Finale. Werden sie die Jury überzeugen? Die Jugendlichen im Bus singen sich ihre Anspannung von der Seele. 

Der Film im Kino: www.kino.de. Am 28. Juli wird er um 20.15 Uhr in den Lichtspielen Mössingen in der Reihe „Kino und Kirche“ gezeigt.


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