Christliche Themen für jede Altersgruppe

Weltbürger mit schwäbischen Wurzeln

Als Museumsdirektor und Kulturwissenschaftler hat sich Martin Roth europaweit einen Namen gemacht. Im Juli trat er sein Amt als Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart an. Damit sollte er zu seinen schwäbischen Wurzeln zurückkehren. Doch dann starb er am 6. August.

Martin Roth ist in Gerlingen aufgewachsen. Von seinem Elternhaus erzählte er erst vor kurzem. Es war pietistisch geprägt, sagte er in einem Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung. Seine Eltern sind mit ihm aber auch ins Theater gegangen – nach Stuttgart ins Kleine Haus.

In Tübingen studierte Roth Empirische Kulturwissenschaft. Er wurde  Leiter des Deutschen Hygiene-Museums (Dresden) und später Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Danach ging er nach London.

Fünf Jahre lang leitete Martin Roth das Victoria and Albert Museum in London. Er war der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Topmuseums. Und er war so erfolgreich, dass sein Museum im Jahr 2016 zum Museum des Jahres in Großbritannien gewählt wurde.

In London feierte er mit Ausstellungen zum Rock-Star David Bowie und der 68er-Bewegung Besucherrekorde. Das Museum bot jedoch mehr als Bilder und Objekte, denn ein Museums­besuch hatte für Martin Roth viele Seiten: Unterhaltung, Kunst und Zeitvertreib gehörten für ihn zusammen.

Der Kulturwissenschaftler wollte jedoch mehr als ein gut besuchtes Museum.  Er wollte, dass die Gesellschaft weiterentwickelt wird und hat deshalb leidenschaftlich mit anderen über Demokratie, über Europa und über wichtige  Werte diskutiert. Dieser Diskurs muss im Kleinen beginnen, davon war er überzeugt. Wie das gelingen kann, macht Martin Roth in seinem jüngsten Buch vor – zusammen mit seinen Kindern Mascha, Clara und Roman.

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