Christliche Themen für jede Altersgruppe

„Der Gewinn ist das Saatgut“

Interview auf dem roten Sofa mit Johannes Kärcher

"Meine Mutter hat den Laden zusammen gehalten", sagt Johannes Kärcher im Interview mit Gemeindeblatt-Chefredakteurin Petra Ziegler. (Foto: Gemeindeblatt)


Das rote Sofa auf dem Kirchentag ist der Platz für die Lebensgeschichten von bekannten Persönlichkeiten. Das zeigte sich auch beim Interview, das Gemeindeblatt-Chefredakteurin Petra Ziegler mit dem Unternehmer Johannes Kärcher, dem Chef der Reinigungsgeräte-Firma Kärcher, führte. Ursprünglich, so erzählte er, wollte er Ingenieur werden wie sein Vater. Als dieser aber starb, war Johannes Kärcher acht Jahre alt. Danach war dieser Traum vorbei. „Mein Vater war mein Vorbild. Ohne ihn konnte ich das nicht mehr werden.“ Kärcher wurde Jurist, bevor er in die Firma einstieg.

Umso mehr bewunderte er seine Mutter, die von nun an die Firma führte, sie von 120 Mitarbeiter auf 3500 ausdehnte und Tochtergesellschaften gründete. Heute hat das Unternehmen 12.000 Mitarbeiter, einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und ist in 60 Ländern vertreten. „Gemacht habe ich an dem Erfolg gar nichts“, sagt Johannes Kärcher, der 20 Jahre in Brasilien gelebt und dort für seine Firma gearbeitet hat. „Meine Mutter hat den Laden zusammen gehalten.“ Das „Wir“ sei bei seiner Mutter immer zuerst gekommen. Sie habe die Gabe gehabt, auf Menschen zuzugehen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie im Augenblick das Wichtigste sind.

Geld ist für Kärcher, der erst vor drei Jahren wieder in die Kirche eingetreten ist, wie er erzählt, „betriebswirtschaftlich wichtig“. „Es ist aber die Folge von richtigem Verhalten beim Kunden“, betont er. Und es müsse ins Unternehmen zurückfließen. Denn der Gewinn sei nicht für den Wohlstand der Familie da, sondern sei das Saatgut für die nächste Ernte.

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