Christliche Themen für jede Altersgruppe

Einstimmen in die Gottesliebe

„Da ist Freiheit“ heißt das Lied zum Reformations-Festival am 23. und 24. September. Text und Melodie stammen von Gottfried Heinzmann und Hans-Joachim Eißler. Darin geht es vor allem um die Freiheit, die man in Gott hat. Die Liedermacher freuen sich, wenn ihr Werk vielfach gesungen wird. 


Gottfried Heinzmann (links) und Hans-Joachim Eißler freuen sich über das Lied zum Reformations-Festival (Foto: Julia Lutzeyer)

Auch wenn Gottfried Heinzmann und Hans-Joachim Eißler keine Profis im Schreiben von Liedern sind, als Anfänger kann man die beiden wahrlich nicht bezeichnen. Schließlich haben die langjährigen Freunde in ihrer Freizeit schon einige musikalische Kostproben in die Gemeinden getragen, und zwar in Form von Jahreslosungsliedern.  „Gottfried schrieb zuerst den Text“, beschreibt Eißler die Aufgabenteilung. „Wenn er so weit fertig war, habe ich den Text vertont.“ Der Landesreferent beim Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) hat schließlich auch beruflich mit Musik zu tun. Eißler ist beim EJW für Popularmusik zuständig.

Dass fürs Reformations-Festival der Landeskirche im Verbund mit der Diakonie und dem EJW ein eigenes Festival-Lied schön wäre, befürworteten alle Beteiligten. Heinzmann und Eißler ergriffen die Initiative und machten sich an die Arbeit. „Wir haben uns einen ganzen Tag lang Zeit genommen und Text und Melodie für die vier Strophen plus Refrain von ,Da ist Freiheit‘ von Beginn an gemeinsam entwickelt“, sagt Eißler. „Klar, als Theologe und Sprachliebhaber hatte Gottfried am Ende mehr Anteil am Text.“ Als Kirchenmusiker und Arrangeur lag Eißlers Schwerpunkt weiterhin auf der Musik. „Die direkte Rückmeldung des anderen tat aber gut.“ Sie habe den Prozess beschleunigt.

Heinzmann, bis vor einem Jahr EJW-Leiter und mittlerweile Vorstand von „Die Zieglerschen“ in Wilhelmsdorf, erzählt, wie sie sich dem Inhalt genähert haben: „Wir sind vom Kernsatz ,Da ist Freiheit‘ ausgegangen und haben uns gefragt, welches Bild entstehen soll.“ Als erste Assoziationen kamen ihnen der blaue Himmel, Meer und Berge in den Sinn. „Wir haben uns dann entschieden, von Situationen auszugehen, in denen Menschen Freiheit erleben. Freiheit für das, was nach Gottes Willen gut für uns ist.“ Also auch Freiheit von dem, „was man so macht“ und in der Gesellschaft angesagt ist. Auch die bedingungslose Liebe Gottes sollte anklingen.

Bei all dem dachten die Liedautoren auch an Martin Luther Kings berühmte Rede im Jahr 1963 am Lincoln Memorial in Washington D.C.. „Auch er beschreibt am Ende seiner Rede Situationen, in denen Freiheit erlebbar wird“, sagt Heinzmann und zitiert aus der Schlusspassage: „Wenn wir der Freiheit erlauben zu klingen, wenn wir sie erschallen lassen von jedem Dorf und jedem Weiler ... dann werden wir den Tag schneller heraufführen, an dem alle Kinder Gottes ... sich die Hände reichen und mit den Worten des alten Negro-Spirituals singen werden: Free at last. Free at last.“

Die anfängliche Überlegung, Luthers vier reformatorische Soli – sola fide (allein aus Glaube), sola gratia (allein aus Gnade), solus Christus (allein Christus) und sola scriptura (allein die Bibel) – in den Text einzubeziehen, wurde bald verworfen. „Das hätte das Lied zu sehr überfrachtet.“ Nicht gerade hilfreich, wenn es darum geht, einen Song zu schreiben, der auf dem Jugendfestival genauso funktioniert wie im Hauskreis, auf Freizeiten oder bei Familiengottesdiensten.

„Da ist Freiheit“ soll beim Singen Freude machen und die Freiheit „irgendwie in der Nase kitzeln“, hoffen die Autoren. Beim Schreiben motivierte sie die Vorstellung, dass möglichst viele Menschen ihr Lied tatsächlich nutzen und singen werden. Deswegen war ihnen auch wichtig, die Notenblätter im Internet kostenfrei zum Herunterladen bereitzustellen.

Und wenn sie sich einen musikalischen Wunsch erfüllen könnten? „Wir würden gerne einmal ein Konzept-Album veröffentlichen“, sagt Heinzmann. „Mit verschiedenen Liedern, die inhaltlich einen großen Bogen ergeben und miteinander in Zusammenhang stehen.“ Es sei aber auch schon beglückend, ein einzelnes Lied zu veröffentlichen.


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