Christliche Themen für jede Altersgruppe

Ihre Leidenschaft: Predigen

Die geschäftsführende Pfarrerin von Bad Mergentheim, Gabriele Arnold (55), ist vom Landeskirchen­ausschuss zur neuen Prälatin von Stuttgart gewählt worden. Ihre Einführung soll noch in diesem Jahr erfolgen, sagt der landeskirchliche Pressesprecher Oliver Hoesch. 



Predigen, zu­hören und Seelsorgerin sein. Das will Gabriele Arnold in ihrem Amt als Prälatin verwirklichen. (Foto: EMH-Jens Schmitt)

Eigentlich wollte Gabriele Arnold am 3. Mai mit Mitgliedern ihrer Bad Mergentheimer Kirchengemeinde nach Griechenland fliegen. Doch die neu gewählte Prälatin musste sich erst noch bei einer Pressekonferenz vorstellen. Mit einem Tag Verspätung konnte sie dann nach Thessaloniki reisen. Zu ihren großen Leidenschaften gehören Reisen in den Mittelmeerraum auf den Spuren der Bibel und der Antike. An ihren Entdeckungen lässt sie auch gerne ihre Gemeinde teilhaben.

In Stuttgart ist Gabriele Arnold geboren, aufgewachsen ist sie jedoch in Kassel. Später wurde ihr Vater Walter Arnold Oberkirchenrat in Stuttgart, und die Familie kehrte zurück. Sie selbst war Pfarrerin in Hengstfeld und in verschiedenen Gemeinden in Stuttgart. Derzeit ist sie in Bad Mergentheim.

254 Kirchengemeinden gehören künftig zu ihrer Prälatur. Gabriele Arnold interessiert die Vielfalt der Gemeinden, und sie möchte für knapp 400 Pfarrerinnen und Pfarrer eine gute Seelsorgerin sein. Dazu hat sie alle Freiheiten, denn die Prälatin ist nicht die Vorgesetzte der Pfarrer.

Zuhören möchte sie, etwa bei den Visitationen, und auf Menschen zugehen, so wie sie es in Bad Mergentheim macht. Ein Viertel ihrer Gottesdienstbesucher sind Kurgäste, und sie muss sich immer auf neue Menschen einstellen.

Was hat sie noch an der Prälatinnenstelle gereizt? Es ist die Stiftskirche. Die Passion der Theologin ist das Predigen, und die Predigtkirche der Prälatin ist die Stuttgarter Stiftskirche. „Ich empfinde es als große Ehre, dass ich hier predigen darf“, sagt sie.

Gabriele Arnold ist außerdem Vorsitzende der vier Evangelischen Mütterkurheime. Politisch verortet ist sie in der Offenen Kirche. Aber sie sagt auch, beim Predigen orientiere sie sich eng am Evangelium, und „da bin ich ganz nah beim Pietismus“.



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