Christliche Themen für jede Altersgruppe

Pflegereform muss kommen

Immer dann, wenn es in den vergangenen Jahren um Alter, Pflege oder auch Inklusion ging, war beim Diakonischen Werk Württemberg Heike Baehrens stets eine Ansprechpartnerin, die um deutliche Worte nie verlegen war. Das Engagement der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks galt unter anderem der besseren Bezahlung der ambulanten Pflege. „Zwei Drittel der ambulanten Pflegedienste arbeiten nicht kostendeckend.“ Das können sie auch nicht, weil die Gehälter zwar stiegen, aber nicht die Pflegesätze.


Heike Baehrens wechselt vom Diakonischen Werk in den Bundestag (Foto: Diakonisches Werk Württemberg)

Jetzt ist die Kirchenrätin aus ihrem Amt verabschiedet worden. Im September ist die 58-Jährige für die SPD in den Bundestag gewählt worden.

17 Jahre lang war Heike Baehrens beim Diakonischen Werk Württemberg, davon zehn Jahre lang Stellvertreterin des Vorstandsvorsitzenden. „Eine richtig gute Zeit“ sei dies gewesen, sagte Heike Baehrens vor Journalisten in Stuttgart. Als Bankkauffrau, Religionspädagogin und Diakonin hat sie die fachlichen Voraussetzungen mitgebracht. Als Gemeinderätin der Stadt Stuttgart hat sie gelernt, wie Politik funktioniert.

Zu den großen sozialpolitischen Errungenschaften in den 90er Jahren gehört für Heike Baehrens die Pflegeversicherung. „Damit wird das Kostenrisiko im Pflegefall deutlich abgefedert.“ Die Sozialexpertin beklagt aber auch den enormen bürokratischen Aufwand. Gleiche Sachverhalte würden oft doppelt und dreifach geprüft.

Im Bundestag will sich Heike Baehrens für eine umfassende Pflegereform einsetzen. Sie fordert eine Erweiterung von drei auf fünf Pflegestufen. Vor allem Anliegen und Bedürfnisse von Demenzkranken müssten mehr berücksichtigt werden. Das kostet Geld. Deshalb müssen nach Auffassung von Heike Baehrens die Zuschüsse für die Pflegeversicherung steigen.

Die neue Abgeordnete möchte gerne in den Gesundheitsausschuss des Bundestages, kann sich aber auch einen Platz in den Bereichen Arbeit oder Familie vorstellen. Ihr Kontakt zur Diakonie wird ganz eng bleiben, denn wenn sie nicht in Stuttgart ist, wohnt sie in Berlin vorläufig erst einmal im Diakonissenmutterhaus der Diakoniestiftung Lazarus.

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