Christliche Themen für jede Altersgruppe

Welche Predigt hätten Sie denn gerne?

„Welches Lied würden Sie gerne mal wieder singen?“ Und: „Welcher Text soll der Predigt zugrunde liegen?“ Das können die Kirchengemeinden in Tübingen-Weilheim und Tübingen-Hirschau im Gottesdienst am 10. November wählen. Aber nicht nur das: So soll ihnen die Wahl des Kirchengemeinderats und der Synodalen für die Landessynode schmackhaft gemacht werden.

Denn zu diesem Termin stellen sich die Kandidaten für die Kirchengemeinderäte vor. Und um die Gottesdienstbesucher so richtig auf das Thema „Wahl“ einzustimmen, haben sich Pfarrer Frithjof Rittberger und Pfarrerin Karoline Rittberger-Klas etwas Besonderes ausgedacht. Vor Beginn der Gottesdienste präsentiert ein Moderator der Gemeinde eine Auswahl von Liedern. Dann wird abgestimmt. Jeder kann sein persönliches Lieblingslied wählen. Die mit den meisten Stimmen werden später im Gottesdienst tatsächlich gesungen.

Selbst bei der Predigt haben die Gottesdienstbesucher an diesem Sonntag die Wahl: Predigten über drei bekannte Texte stehen zur Wahl – nur eine wird nachher gehalten. Das ungewöhnliche Vorgehen verlangt besonders von den Kirchenmusikern viel Flexibilität. „Unsere Gemeinden sind erfreulicherweise sehr offen für Experimente“, freut sich Pfarrerin Rittberger-Klas. Der Posaunenchor in Hirschau habe schon eine Liste von zwölf Liedern vorgelegt, die zur Auswahl stehen könnten. „Die können das spontan.“

Auch die Jugendlichen in den Gemeinden sollen ermutigt werden, bei der Kirchenwahl am 1. Advent ihre Stimme abzugeben. „Du hast die Wahl“ heißt deshalb das Thema des Gottesdienstes am 20. November, dem Buß-und Bettag in Weilheim. Der Tübinger Rapper FageMC, der selbst in Hirschau wohnt, wird mit die Gottesdienstbesucher mit aufrüttelnden Texten zum Nachdenken bringen. An Stationen, die Jugendliche aus der Gemeinde vorbereitet haben, wird deutlich, wo jede und jeder in seinem Leben die Wahl hat. „Da geht es natürlich nicht in erster Linie um die Kirchenwahl“, sagt Pfarrer Rittberger, der den Gottesdienst mit seinen Konfirmanden vorbereitet. Aber das Thema sei bewusst gewählt worden, um einen Bezug zu den Wahlen herzustellen. Zum ersten Mal dürfen nämlich bei den Kirchenwahlen Jugendliche bereits ab 14 Jahren ihre Stimme abgeben.

Bei den Wahlen für den Kirchengemeinderat wird es allerdings in beiden Gemeinden keine echte Wahl geben. Die Zahl der Bewerber ist nicht höher als die Zahl der Sitze. „Das ist natürlich schade“, meint Pfarrerin Rittberger-Klas. Aber: „Wir sind sehr froh, dass wir überhaupt je sieben engagierte Menschen gefunden haben.“ gb

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