Christliche Themen für jede Altersgruppe

Als Gott seinen Geist schickte

FORCHTENBERG (Dekanat Öhringen) – Was passiert zwischen Ostern und Pfingsten? Zwischen Auferstehung und der Aussendung des Heiligen Geistes? Im Pfingstgarten der Kirchengemeinde Forchtenberg sollen Besucher diese Ereignisse nachempfinden. So erzählt ein römischer Soldat vom leeren Grab. Eine Lichterkette und Brausen von einer CD symbolisieren den Heiligen Geist. 

Freuen sich, wenn der  Pfingst­garten zum ersten Mal seine Pforten öffnet: Pfarrer Wolfgang Wilhelm mit Monique Schmolzi, Andrea Schmolzi, Monika Roschmann und Elke Stier (von links). (Foto: Claudia Burkert-Ankenbrand)

Das Grab ist leer. Wo ist der Leichnam von Jesus? Jesus lebt. Er erscheint seinen Jüngern. Nur Thomas, der nicht dabei war, glaubt seinen Freunden nicht, bis er selbst seine Hand in die Wunden legt. Das ist eine der Geschichten, die nach der Kreuzigung Jesu erzählt werden. Eine andere ist die, wie die Jünger endgültig Abschied von Jesus nehmen, eine weitere ist die Nachwahl des zwölften Jüngers: Matthias übernimmt das Apostelamt von Judas. Und die Jünger sind nicht allein: Gott schickt seinen Heiligen Geist. Pfingsten.

Im Pfarrgarten und auf der Burgruine werden diese Geschichten anschaulich gemacht.  „Wenig Leute können mit Pfingsten etwas anfangen, bei den meisten geht gar nichts”, sagt Andrea Schmolzi. Gut 15 Gemeindemitglieder engagierten sich daher für den Pfingstgarten. Es ist ein Mehrgenerationenprojekt quer durch Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde. Die Jüngsten sind 13, die Ältesten 69.  Monique Schmolzi gehört zu den Jüngeren im Team. Sie überlegt mit den anderen seit Februar, wie der Pfarrgarten und die Burgruine gestaltet werden können, und wie die Besucher an acht Stationen sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken können, was damals geschah.

Die Zeitreise 2000 Jahre zurück beginnt vor der Kirche. Bäume und Wiesen säumen den Weg hinauf zur Burgruine. Die Schritte führen über weiches Gras. Auf einem kleinen Hügel ragt das leere Holzkreuz in den Himmel. Leer ist auch das Grab, vor dem ein römischer Soldat steht. Er erzählt die Geschichte jenes Tages, an dem er vor der Grabhöhle Wache hielt und plötzlich die Erde zitterte, der Himmel wie ein Tuch zerriss und der gewaltige Steinblock vor der Höhle in zwei Stücke zerbrochen im Gras lag: Das Grab war offen. Und durchs leere, von einer Öllampe erhellte Grab im Pfarrgarten gehen dann einzeln die Besucher.

„Unsicherheit”, „Ratlosigkeit”, „Schuldgefühle”, „Einsamkeit”. Diese Worte sind auf den Wegmarken zu lesen. Die Besucher des Pfingstgartens erleben die Geschichte vom ungläubigen Thomas. Ein Boot und ein Lagerfeuer gehören zur Begegnung zwischen Petrus und Jesus am See Genezareth. „Jesus wird greifbar und es wird erfahren, wie wichtig ihm jeder Einzelne ist, wie er sich um jeden sorgt”, erklärt Pfarrer Wolfgang Wilhelm.

Die große Wiese in der ­Burgruine ist mit Gänseblümchen übersät. „Hier wird die Geschichte von Jesu Himmelfahrt erzählt”, sagt Andrea Schmolzi. Die Station im Kellergewölbe der Burgruine ist die Station der Hoffnung und der Kraft. Eine Lichterkette, an der aus Karton gebastelte Flammen befestigt sind, und ein Brausen, das von einer CD kommt, sollen darstellen, wie der Heilige Geist zu den Menschen kam. Freude, Begeisterung und die Kraft Gottes soll die Pfingstpredigt vermitteln. Wichtig ist Pfarrer Wilhelm, den Übergang zur Gemeinde heute zu finden: „Denn den Geist Gottes gibt es auch für uns.“

Der Pfingstgarten endet im Pfarrhaus. Dort sollen die Besucher im Raum der Stille verarbeiten, was sie erlebt haben. Verschiedene Stationen sind darin aufgebaut, die Impulse geben. „Wir wollen, dass die Besucher etwas mitnehmen, damit sie Pfingsten bewusst erleben können”, sagt Elke Stier. „Der Pfingstgarten soll ein Gewinn sein”, meint Monika Roschmann.

Informationen

Der Pfingstgarten hat vom 31. Mai bis 6. Juni geöffnet. Der Besuch ist für alle Altersgruppen ab dem Schulalter geeignet. Das hügelige Gelände erfordert Trittsicherheit. Bei starkem Regen findet die Führung nicht statt. Termine nach Absprache. Anmeldung unter Telefon 07947-316. Der Eintritt ist frei.

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