Christliche Themen für jede Altersgruppe

In Heilbronn tickt die Uhr

HEILBRONN – Die Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn laufen auf Hochtouren. Das gilt auch für den Kirchenbezirk, der Esther Sauer als Bundesgartenschau-Pfarrerin benannt hat. Auch die Kilianskirche soll bis zur Eröffnung fertig renoviert sein.

So soll das Bundesgartenschaugelände in Heilbronn 2019 aussehen. (Foto: Bundesgartenschau)

Das ist schon etwas Besonderes: Über 25 Jahre nach der Internationalen Gartenbauausstellung in Stuttgart und über 40 Jahre nach der Bundesgartenschau in Stuttgart wird in zwei Jahren wieder eine solche Großveranstaltung in Baden-Württemberg zu sehen sein.

Ihr Schauplatz ist Heilbronn, wo das alte Hafenquartier in eine Grünfläche umgewandelt wird. Bemerkenswert ist dabei, dass erstmals ein neues Wohnquartier in das Gartenschaukonzept integriert wird: Dort, wo 2019 die Bundesgartenschau stattfindet, wird ein neuer Stadtteil für 3500 Menschen entstehen.

800 werden schon zum Zeitpunkt der Gartenschau dort wohnen, weshalb ein Teil des Kirchenauftritts auch innerhalb eines Gebäudes stattfinden wird. Der Rest ist draußen, an einem der neuen Seen, wo rund 900 Quadratmeter als Kirchenareal zur Verfügung stehen. Im Herbst 2017 soll dort die Bepflanzung beginnen.

Um all das kümmert sich Bundesgartenschaupfarrerin Esther Sauer. Seit Sommer 2016 trägt sie diesen Titel. Ansonsten ist sie Referentin beim Heilbronner Dekan Otto Friedrich und wird nun nach und nach für die neuen Aufgaben freigestellt: Ab Januar 2017 werden 50 Prozent ihrer Arbeit der Bundesgartenschau gewidmet sein, 2018 und 2019 ist es dann ein Vollzeitjob.

Es gibt jede Menge zu tun: Ein Titel muss für den Auftritt der Kirchen gefunden, eine Internetseite eingerichtet und ein breites Themenspektrum inhaltlich gefüllt werden. Schwerpunkte sollen dabei die Fragen der Ernährung sein, das soziale Miteinander in der Stadt und die Schöpfung. Während die beiden ersten Themen von der Bundesgartenschau vorgegeben sind, ist die Schöpfung ein exklusives Kirchenthema.

„Es liegt nahe, dass wir uns damit beschäftigen“, sagt Esther Sauer, die in den letzten Jahren eine Vielzahl von Gartenschauen besucht hat: Nagold, Öhringen, Landau, die Bundesgartenschauen in Koblenz und Hamburg. Was ihr dabei am Konzept in Heilbronn gefällt, ist die Tatsache, dass alles relativ nahe beineinander liegt: „In Hamburg musste man den Kirchenauftritt suchen, hier kommt jeder automatisch daran vorbei.“

Vom Gartenschaugelände in die Innenstadt sind es nur wenige Gehminuten, die man auch ohne einen Shuttlebus bewältigen kann. So wird der Weg zur Kilianskirche nicht weit sein, deren Außenrenovierung bis zur Bundesgartenschau 2019 ebenfalls abgeschlossen sein soll. Dann sind auch dort spezielle Angebote für Gartenschaugäste denkbar. „Wir werden das Gespräch mit dem Kilianskirchengemeinderat suchen“, sagt Esther Bauer.

Suchen muss sie außerdem eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern: Rund 200 bis 300 Menschen werden voraussichtlich nötig sein, um an den Ständen Dienst zu tun und bei den Andachten und Gottesdiensten zu helfen. Dabei wird man seine Fühler auch in benachbarte Kirchenbezirke ausstrecken müssen.

Der Kirchenauftritt auf der Bundesgartenschau ist dabei ökumenisch ausgerichtet. Mit Peter Seitz wurde schon vor längerer Zeit ein katholischer Hauptamtlicher für die Bundesgartenschauarbeit benannt. „Grundsätzlich sind als Kooperationspartner alle Kirchen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) denkbar“, sagt Esther Sauer.

Die Uhr tickt in Heilbronn, auch wenn es noch über zwei Jahre bis zur Eröffnung sind. Tatsächlich ist auf dem Marktplatz ein Countdown-Zähler in Betrieb gegangen, die die Tage bis zum Anfang im Frühjahr 2019 herunterrechnet. Am 17. April soll sie beginnen und am 6. Oktober wieder enden.

Die Stadt erhofft sich für diese Zeit ein hohes Maß an bundesweiter Aufmerksamkeit und Besucher aus der gesamten Republik. Mit etwa 2,2 Millionen Menschen wird gerechnet, sie sollen neben dem Gartenschaugelände auch eine gänzlich neu gestaltete Naturwissenschaftsausstellung in der Experimenta in Heilbronn erleben.

Auf dem alten Hafenareal sind inzwisschen die Vorarbeiten beendet: 400 Kubikmeter Erde wurden abgetragen, 300 Tonnen Schrott beseitigt und ein Schiffswrack gehoben. Beim Baustellenfest Ende September gab es sogar einen ersten Baustellengottesdienst. In Heilbronn herrscht eigentlich schon 2016 in vielerlei Hinsicht Bundesgartenschaustimmung.

Informationen üder die Bundesgartenschau in Heilbronn gibt es auf der Internetseite: www.buga2019.de

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