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Bad Teinach ist mehr als ein Kurort

Die kabbalistische Lehrtafel und das Mineralwasser machen Bad Teinach über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Beim Gemeindeblatt-Glaubensweg 2013 am 25. August erklären wir Ihnen die Lehrtafel und zeigen Ihnen, was der Kurort sonst noch zu bieten hat. 

Bild: Die kabbalistische Lehrtafel in Bad Teinach ist ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: Evangelische Kirchengemeinde/Kurt Bendfeld)

Mit seinen 500 Einwohnern ist Bad Teinach das kleinste Heilbad Baden-Württembergs. Wie allen Kurorten im Land macht auch dem idyllischen Bad Teinach der Rückgang der Krankenkassen-Kuren zu schaffen. Franziska Krause, Leiterin der Teinachtal-Touristik, kann dennoch auf leicht steigende Übernachtungszahlen verweisen: 73 000 wurden im vergangenen Jahr verzeichnet.

Das ist ihrer Überzeugung nach nur deshalb möglich, weil immer mehr Häuser auf Wellness und Gesundheitsprävention setzen. Das heißt aber auch, dass sich die Hotels und Pensionen umstellen müssen. Statt zur Kur kommen Gäste heute vor allem zum kurzen Wellness-Urlaub nach Bad Teinach. „Der Langzeiturlauber, der zwei Wochen bleibt, ist rar geworden“, sagt die Tourismus-Expertin.

 

Da Wandern momentan im Trend ist – bei Jung und Alt –, lässt sich Bad Teinach auch als Wanderort gut vermarkten. Dabei helfen die „sehr gut ausgeschilderten Wege vom Schwarzwaldverein“. Ab Oktober soll es zudem einen Genießerpfad geben. Für den braucht der moderne Wanderer keine faltbare Karte mehr, sondern er kann den Weg mittels GPS gleich auf seinem Smartphone abrufen.
Doch nicht nur die Technik wandelt sich, auch der Gast selber. „Die Erwartungen der Gäste werden höher“, sagt Franziska Krause. Dazu gehört inzwischen auch das E-Bike.

Im Umbruch steckt auch der Mineralwasserproduzent „Mineralbrunnen Teinach“. Er ist der größte Arbeitgeber am Ort. 130 Frauen und Männer füllen in Bad Teinach um die 190 Millionen Flaschen pro Jahr ab, sagt Betriebsleiter Volker Riehn. In Teinach wird nicht nur das Teinacher hergestellt, sondern auch das Heilwasser Hirschquelle. Sein Absatz ist, wie bei Heilwässern ganz generell, rückläufig.

Volker Riehn ist froh, dass dagegen das Mineralwasser auf Wachstumskurs ist. Seit diesem Jahr bietet Teinacher auch Direktsaftschorle an – mit Früchten von heimischen Streuobstwiesen. Der Betriebsleiter ist stolz darauf, dass das Teinacher Mineralwasser in der Gastronomie in Baden-Württemberg auf dem ersten Platz und bundesweit auf Platz drei steht. „Wasser wird insgesamt kostbarer werden“, da ist er sich sicher. „Deshalb gehen wir mit unser Quelle sorgsam um und überprüfen ständig, dass nicht zu viel Wasser entnommen wird.“

Viele verschiedene Gruppen

Das Wasser, die Lehrtafel und die Besonderheiten eines Kurortes prägen die Arbeit von Pfarrer Ulrich Holland. Er ist seit 2006 in Teinach. Lehrtafel-Führungen gab es natürlich schon immer, doch Ulrich Holland geht es um mehr als um die Entschlüsselung der Bilder: „Mir ist es ein Anliegen, dass die Leute mitnehmen, was Antonia mit ihrer Lehrtafel eigentlich wollte.“ Anfangs waren es 50 Führungen im Jahr. Heute schaffen er und sein zwölfköpfiges Lehrtafel-Team das dopppelte.

Die Gruppen könnten unterschiedlicher kaum sein: Es kommen die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Landkreis ebenso wie  das Lehrhaus Zürich. Damals hat ein Rabbiner die Tafel erklärt. Ulrich Holland lernt jedesmal auch für sich etwas hinzu. Er bedauert, dass er viel zu selten über die Lehrtafel predigt. Am 25. August beim Gottesdienst anlässlich des Gemeindeblatt-Glaubensweges wird die Lehrtafel auf jeden Fall das Predigtthema sein.

Nochmal neu über das Leben nachdenken

500 Gemeindemitglieder zählt Hollands Kirchengemeinde. Die Kurseelsorge, der Religionsunterricht an einer Schule für Geistigbehinderte und drei Altenheime mit 250 Bewohnern gehören zu seinem Aufgabengebiet. Das ist für ihn eine besondere Herausforderung. Denn das Altenheim ist ein Ort, „wo man noch einmal neu über das Leben nachdenkt“.

Überhaupt ist Pfarrer Holland wichtig, dass die Kirche im Dorf bleibt. Wenn etwa die Feuerwehrsirenen gehen, dann fährt Ulrich Holland mit. Was für ihn als Pfarrer gilt, soll auch für die Ehrenamtlichen in der Gemeinde gelten. „Wenn die Menschen den Pfarrer und auch unsere Ehrenamtlichen positiv erleben, dann haben sie auch das Vertrauen, in einer Notlage zu uns zu kommen.“

Bad Teinach: Die kabbalistische Lehrtafel und das Mineralwasser machen Bad Teinach über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Beim Gemeindeblatt-Glaubensweg 2013 am 25. August erklären wir Ihnen die Lehrtafel und zeigen Ihnen, was der Kurort sonst noch zu bieten hat. 

Bild: Die kabbalistische Lehrtafel in Bad Teinach ist ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: Evangelische Kirchengemeinde/Kurt Bendfeld)

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