Christliche Themen für jede Altersgruppe

Honig als Gabe Gottes

SPAICHINGEN (Dekanat Tuttlingen) – „Siehe, ich mache alles neu“: Honig ist für Uwe Kelch eine Gabe Gottes gegen Krankheiten, für die Umwelt und den Erhalt der Schöpfung. Für ihn ist der süße Nektar aus der täglichen Ernährung nicht wegzudenken. Der ehemalige Hobbyimker hat den Honig sogar Medikamenten vorgezogen – und fühlt sich dadurch von vielen Leiden erlöst. 

Uwe Kelch: "Gott gibt uns alles, was wir brauchen." (Foto: Anika Luz)


Auch wenn es 14 Jahre her ist, da Uwe Kelch selbst als Imker tätig war: Immer noch isst er, und das seit zehn Jahren, zwei Pfund Honig pro Woche. Und hat seine Gesundheit damit merklich verbessert, wie er erzählt. Der gläubige 82-jährige Christ sitzt auf einem grünen Sessel im Wohnzimmer seiner barrierefreien Wohnung im Zentrum von Spaichingen und berichtet von seiner Krankheitsgeschichte. Darm- und Prostatakrebs, Leistenbrüche, rheumatoide Arthritis, Arthrose, Schuppenflechte, dazu zahlreiche Allergien. Die Liste ist lang. Kelch ist sich sicher: „All diese Krankheiten habe ich durch Selbsthilfe besiegt.“ Wie es dazu kam, steht für ihn fest. Er verweist auf die Bibel: „Gott gibt uns alles, was wir brauchen“, sagt er. Zu ihm hat er, neudeutsch gesprochen, ein „Online-Verhältnis“.

„Die Bibel ist mein Glaubensanker“, sagt der ehemalige Leiter von zwei Altenhilfeeinrichtungen in Sulz am Neckar und Oberndorf am Neckar. Das unterstreichen auch die unzähligen Bibelsprüche, die Kelch in seine Erzählungen einfließen lässt, und die christlichen Spuren in seiner Wohnung. Auf dem Wohnzimmertisch vor ihm liegen neben seiner Konfirmationsbibel und dem evangelischen Gesangbuch die Losungen 2017 und die aktuelle Ausgabe des „Evangelischen Gemeindeblatts für Württemberg“, in der er morgens das Wort zum Tag liest, nachdem er zum Frühstück die Kerze neben seinem Schutzengel angezündet hat. Abends liest er Bibeltexte – „aktuell die Psalmen“ – und lauscht den Abendandachten im Fernsehen. Sein Tag ist geprägt von Ritualen und der Beschäftigung mit der Bibel.
Uwe Kelchs Hoffnung vor zehn Jahren war, mit Gottes Hilfe und dem Bienenhonig, Pollen, Propolis unter anderem einen Teil von Medikamenten und Antibiotika ersetzen zu können – auch im Vertrauen auf Gottes direktes Wort: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5) und „Ich bin der Herr, dein Arzt“ (2. Mose 15,26).

Mit den natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln von der Biene in Kombination mit gut drei Litern warmem Wasser pro Tag sind bei dem ehemaligen Hobbyimker Geschmack und Geruch voll zurückgekehrt. Sein Gehör und sein Erinnerungsvermögen haben sich „signifikant verbessert“. Bei der rheumatoiden Arthritis mit Arthrose und Fibromyalgie – chronischen Schmerzen gepaart mit Müdigkeit – ist er weitgehend beschwerdefrei.

Seine Entzündungswerte sind „auf einem Tiefstand“, wie er sagt, und alle Allergien „weitestgehend abgeklungen“. Nebenbei hat der schlanke Mann 13 Kilo an Gewicht verloren. „Ich habe mir die Schmerzen und das Gewicht mit Gottes Hilfe weggetrunken“, ist er sich sicher.

Sonstige altersgemäße Handicaps erträgt er gerne. „So wie der hinkende Jakob, der sich beim Ringen mit Gottes Engel um den Segen für seine Sippe am Fluss Jabbok die Hüfte ausgerenkt hat.“
Während seiner Schilderungen schweift der Pastorssohn auch immer wieder in seine Vergangenheit ab. Er erzählt unter anderem, wie er nach dem Luftangriff in Hamburg 1943 mit seiner Mutter und den Geschwistern für zwei Jahre nach Kirchentellinsfurt gezogen ist, von seinen Jahren bei der Diakonie und dem paritätischen Wohlfahrtsverband in Tübingen. Von der Gründung der Drogenhilfe Tübingen und wie er als Kaufmann zu Beratungen und Mitarbeit bei sozialen Einrichtungen in der Jugend-, Sucht- und Behindertenhilfe gerufen worden ist, um Pflegesätze zu berechnen.

Er berichtet auch, wie er über Umwege mit seiner Frau, die er vor einem guten Jahr verloren hat, schließlich nach Spaichingen kam. Und wie seine Frau in ihren letzten Tagen, beim innigen Abschied, vom „Heimkommen“ gesprochen hat. Dass sie damit nicht die Rückkehr vom Pflegeheim zu ihm nach Hause meinte, sondern „ihre Heimkehr zum Herrn, noch in der selben Nacht“.

Das Gottvertrauen, dass Uwe Kelch sich immer bewahrt hat, möchte er heute an andere Menschen weitergeben. „82 Prozent der jungen Leute verzichten lieber auf die Beziehung zu Gott als zum Smartphone“, sagt Kelch nachdenklich. Eine Entwicklung, die er bedenklich findet.

Fester Bestandteil seines Fürbittengebets ist, dass Ärzte Honigkonzentrat verschreiben, „damit man zum Beispiel Hartz-IV-Kindern helfen kann, die oft Dermatitis haben“.

„Wie die von Christus geheilten Aussätzigen sich von den Priestern im Tempel für gesund erklären lassen mussten, um am gesellschaftlichen Leben wieder teilnehmen zu dürfen“, hätte auch er gerne eine ärztliche Bestätigung für seine Gesundung durch den Honig. Doch die möchte ihm niemand attestieren. Die Begründung: Dazu bräuchte es eine umfangreichere wissenschaftliche Untersuchung mit mehreren Testpersonen.

Dennoch ist Uwe Kelch dankbar und hofft, dass seine Geschichte den ein oder anderen ermutigt, nicht nur auf Medikamente, sondern auch auf Gott und die von ihm gegebenen Heilmittel zu vertrauen.

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