Christliche Themen für jede Altersgruppe

Eine besondere Reise: Apulien 23. – 30.04.2017

Das Evangelische Gemeindeblatt bot eine Reise mit dem vielversprechenden Titel „Kulturreise für Genießer nach Apulien: Kaiserburgen – Normannendome – weiße Städte“ an. Und sie war nicht nur ein Genuss, es waren unglaubliche Eindrücke!


 

Eine kleine Gruppe von 14 Teilnehmern staunte nicht schlecht über die große Anzahl von romanischen Kirchen im Südosten Italiens. Viele dieser Kirchen wurden in den 50er und 60er Jahren re-romanisiert, so dass wieder die mächtige Bauform der Rundbögen zum Ausdruck kam, andere wie die Kathedrale von Bitonto wurden nie ausgeschmückt und beeindrucken durch kahle steinerne Wände, Rundbogensäulen und Apsiden. Die romanischen Kirchen Süditaliens haben oft die Höhe unserer gotischen Gotteshäuser. Vielleicht hat sich auch aus diesem Grund die Gotik in diesem Landstrich nicht so deutlich gezeigt. Großes Staunen riefen auch immer die Besichtigungen der Krypten der Dome und Kathedralen hervor, die oft noch ihre ursprüngliche farbenfrohe Ausstattung zeigten.  Zusätzlich konnten in Bitonto und Bari Vorgängerkirchen erkundet werden, bei denen sich nur durch die ausgegrabenen Steinmauern die ehemalige Form der Kirche erkennen ließ. Große Tierfiguren, manchmal neben dem Hauptportal stehend, an den Außenwänden in größerer Höhe angebracht oder auch in den Kirchen (z.B. Löwen, Stiere, Elefanten, Greife) lösten Bewunderung aus. Am Stadtrand von Brindisi sorgte die Kirche Santa Maria del Casale mit großflächigen und gut erhaltenen Fresken für Erstaunen. Ein weiteres Highlight war in der Kathedrale von Otranto ein 600 m² großer Mosaikfußboden. Dieser “steinerne Bildteppich“ wurde von 1163 – 1165 gestaltet und zeigt alles was Himmel und Hölle ausmacht. Ganz ohne Barock geht es in Italien natürlich nicht und so war der Besuch der Barockstadt Lecce mit zahlreichen Gebäuden im typischen Barockstil sowie mit der reich geschmückten Fassade der Basilica di Santa Croce und dem Dom ein schönes Beispiel dieser Epoche. Insgesamt bestaunten wir in Apulien ungefähr 15 Kirchen und jede hat ihre Besonderheit.

Doch nicht nur Kirchen standen auf dem Programm, sondern auch der Besuch von schmucken, weißen Städtchen wie Ostuni, Locorotondo und Martina Franca. Eine Reihe von  Befestigungsanlagen, hauptsächlich von  Normannen und Staufern in Ufernähe gebaut, beeindruckten aufgrund ihrer Mächtigkeit. Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt zum Castel del Monte, auf einem Hügel inmitten der Landschaft gelegen. Als “Krone Apuliens“ wird dieses außergewöhnliche Bauwerk bezeichnet, gibt es doch die Form einer achteckigen Kaiserkrone wider. Der Stauferkaiser Friedrich II. ließ es erbauen und es ist voller Symbolik; welche Funktion es hatte ist jedoch weiterhin ungeklärt.
Und dann waren noch die kleinen Steinhäuschen, Trulli genannt, in Alberobello zu bestaunen, die in dieser Ansammlung einzigartig sind und zum Weltkulturerbe gehören.
Jeden Abend beendete ein wunderbares Essen mit Köstlichkeiten der apulischen Küche den erlebnisreichen Tag.

Immer mit großem Interesse lauschten wir den vielen  Informationen unserer Reiseleiter. Unser örtlicher Reiseleiter hat deutsche Eltern und ist in Italien aufgewachsen. Sein großes Wissen über die Normannen und Staufer, die Geschichte Apuliens, Baukunst, Botanik, Geologie, theologischen Besonderheiten in den Kirchen sowie über die Lebensart der Menschen und ihre Traditionen ließ uns immer wieder staunen. Und er selber meinte: „Es macht Spaß, wenn man interessierten Menschen seine Heimat zeigen darf.“



 

 

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