Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint ... Dank Pfingsten sind wir nie allein


Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblatts. Fotos: privat, Canva

 

Irgendwie fällt mir das Schreiben schwer in diesen Tagen. Der Grund: Neben dem Krieg in der Ukraine gibt es nichts, was mir ähnlich wichtig schiene. Gleichzeitig scheue ich mich aber auch, das Thema totzureiten. Umso mehr freue ich mich, dass von den Esslinger Weinbergen zu Pfingsten das Friedenszeichen grüßt. Die Inhaber eines Weinguts haben es auf einer Brachfläche markiert. Es ist von Weitem zu sehen und will auf die unselige kriegerische Auseinandersetzung aufmerksam machen. Eine schöne Idee und eine eindrückliche Pfingstbotschaft!

Pfingsten ist ein sperriges Fest

Ansonsten ist Pfingsten auch 2022 ein eher sperriges Fest. „Ausgießung des Heiligen Geistes“: Was soll das heißen? Meine Lieblingsantwort auf diese Frage stammt von Landesbischof Frank Otfried July. Fußballfan, der er ist, hat er vor Jahren schon an die Stadionhymne „You’ll Never Walk Alone“ erinnert. Die wird an der Anfield Road in Liverpool vor jedem Spiel gesungen und geht so: „Auch wenn sich alle deine Träume in Luft auflösen: Geh weiter! Du wirst niemals alleine gehen. You’ll never walk alone.“

„Das ist auch mit dem Heiligen Geist so“, schrieb der Bischof damals in seiner Botschaft. „Gott will nicht, dass wir Menschen alleine sind. Deshalb schickt er seinen Heiligen Geist, um uns zu begleiten, zu ermuntern und zu trösten. Und darum feiern wir Pfingsten.“

Krieg bringt nur Unglück

So weit, so gut. Aber treiben statt des Heiligen Geistes nicht alle möglichen Ungeister ihr Unwesen in dieser Welt? Unter anderem Wladimir Putin: Er scheint von allen guten Geistern verlassen und niemand weiß, wie man ihn wieder zu Sinnen bringen kann. Vielleicht hilft da nur noch ein pfingstliches Gebet: „Gott, lass deinen Geist des Friedens über die Welt kommen und die Menschen endlich begreifen, dass Krieg nur Unglück bringt!“

Wie gesagt: Das mit dem „You’ll Never Walk Alone“ gefällt mir. Auch dieses Jahr werde ich mich deshalb wieder an das „Pfingstlied“ von der Anfield Road erinnern: Als Christen müssen wir nie alleine gehen. Gott und seinem Heiligen Geist sei Dank!

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?