Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint … Die Zukunft fängt im Klassenzimmer an

Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblatts. Fotos: privat, Canva

Lang, lang ist’s her. Trotzdem erinnere ich mich an meine Schulzeit immer noch gut und gern. Wir hatten klasse Lehrer. Max Schmid: Heimatkunde par excellence. Fräulein Schneider: „Good morning, boys and girls!“ Klein I: Bei ihm hab sogar ich Mathe begriffen. Der Eugen: Er hat schon um halb sieben die Sporthalle aufgesperrt, damit wir vor Unterrichtsbeginn noch kicken konnten. Magistra Latina: Minirock statt Toga. Künstler „Voaga“, unser Zeichenlehrer: Er hat mir eine Fünf verpasst. Sie war, glaube ich, verdient. Schließlich Eberhard Schedel: Ohne seinen Religionsunterricht wäre ich nie Pfarrer geworden.

Lehrer verdienen Anerkennung

Pfarrer, nicht Lehrer. Gleichwohl habe ich großen Respekt vor dem Lehrerberuf. Gott sei Dank bin ich damit nicht allein. Ein aktuelles Berufe-Ranking zeigt: Auf die ersten drei Plätze schaffen es die Pädagogen zwar nicht. Die haben Feuerwehrleute, Pfleger und Ärzte inne. Aber Rang 7 ist gutes Mittelfeld. Davon können Versicherungsvertreter, Marketingexperten und Politiker nur träumen. Pfarrer kommen in dieser Auflistung übrigens gar nicht vor. (Forsa-Umfrage Juli 2021) Jetzt am Montag fängt ein neues Schuljahr an. Die Herausforderungen sind groß. Vor allem Corona und seine Folgen, soziale Probleme inbegriffen, wollen bewältigt sein. Stoff pauken allein genügt da nicht. Zuwendung, Empathie und Partnerschaft sind gefragt. Die Latte liegt hoch. Wie kann es da sein, dass bundesweit zum Schuljahrbeginn Zigtausende Lehrkräfte fehlen?

Schüler brauchen Orientierung

Und dann ist da noch die Aufgabe, „zu lehren den guten und richtigen Weg“ (1. Samuel 12,23). Diesen Weg zu finden, ihn mit den Schülern zu gehen und ihnen so Orientierung zu geben, ist wichtiger denn je. Und deshalb braucht es auch und gerade jetzt wieder gute Lehrer. Und gute Lehrerinnen. Und gute Schulen überhaupt. So wie damals bei uns. Gute Schule aber fällt nicht vom Himmel. Im Gegenteil: Man muss möglichst viel für sie tun. Viel Erfolg und Gottes Segen! Die Zukunft fängt im Klassenzimmer an.

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?