Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint … Gesundsein ist mehr als Nichtkranksein

Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblatts. Fotos: privat, Canva  

Was ist das Wichtigste im Leben? Auf diese Frage antworten viele: „Das Wichtigste ist die Gesundheit.“ Folgerichtig hat das Wort Gesundheit zu Beginn eines neuen Jahres Hochkonjunktur. Denn da wünscht man sich bei Neujahrsempfängen und im persönlichen Gespräch vor allem eins: Gesundheit. „Die Gesundheit ist das Wichtigste, nicht wahr“, pflegt man dem Wunsch als Begründung hinterherzuschieben.

Die Gesundheit und Platz 1

In diesen Januarwochen erlebe ich selber, wie wichtig die Gesundheit ist. Abgesehen von meiner eigenen Krankheit wechseln sich nämlich gute Freunde von mir mit Krankenhausaufenthalten regelrecht ab – wegen eines Schwächeanfalls, wegen eines Krebsleidens, wegen eines Herzinfarkts und so weiter. Nichts wünschen sich diese Menschen mehr, als ganz schnell wieder ganz gesund zu werden.

Trotzdem zögere ich, der Gesundheit einfach so Platz 1 unter all dem Wichtigen im Leben einzuräumen. Das scheint mir zu eindimensional. Zumal man ja etwas für die Gesundheit tun kann: sich ausgewogen ernähren, für ausreichend Bewegung sorgen, vielleicht ins Fitnessstudio gehen und so weiter und so fort. Zugegeben: Den wirklich Kranken hilft das nicht.

Die Bibel und der Arzt Jesus

Interessant ist, was die Bibel sagt. „Die Starken bedürfen keines Arztes“, heißt es im Markusevangelium, „sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.“ (Markus 2,17) Jesus als Arzt – aber als einer, der den ganzen Menschen in den Blick nimmt, auf seine Gottesbeziehung schaut und von daher zu heilen versucht. Das weitet die Perspektive in Sachen Gesundheit: Gesundsein ist mehr als Nichtkranksein. Gesund ist, wer mit des Arztes Jesu Hilfe allumfassend in Ordnung kommt.

Was ist das Wichtigste im Leben? Das Wichtigste ist die Gesundheit, aber eben in diesem erweiterten Sinn. Und um diese Gesundheit gilt es sich auch 2023 zu kümmern – werktags von mir aus im Fitnessstudio und sonntags in der Kirche. Aber zugegeben kommt das jetzt doch arg plakativ rüber. Lieber schließe ich so: Auf die Gesundheit!

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?