Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint ... Kein Grund, den Mut zu verlieren


Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblatts. Fotos: privat/canva

Dieser Beitrag ist im Zug entstanden. Dabei wäre er um ein Haar nicht fertig geworden. Kurz vor Hannover hat ein Bahnbediensteter gedroht, die Fahrt abzubrechen. Zu viele Reisende würden die Maskenpflicht missachten. Die Bundespolizei hat’s dann gerichtet – Gott sei Dank!

Bedrohte Welt

Zuvor hatten wir ein schönes Wochenende in Hamburg: Eines meiner Enkelkinder ist getauft worden. Die Kleine heißt Kajsa und hat sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Bei Leiah, Ellias und Aiyana aus Boston ist’s eine mehr: Die drei besitzen zusätzlich noch einen japanischen Pass. Und wenn ich’s mir genau überlege, kommt bei allen durch die Taufe eine weitere „Staatsbürgerschaft“ hinzu. „Unser Bürgerrecht ist im Himmel“, heißt es in Philipper 3,21.

Aber eigentlich will ich auf etwas anderes hinaus, nämlich auf die Frage, was für eine Welt wir diesen kleinen Erdenbürgern hinterlassen. Die Antwort macht Angst: Es ist eine vielfach bedrohte Welt. Und jetzt ist auch noch Krieg – dunkle Wolken am Himmel einer nächsten beziehungsweise übernächsten Generation. Wird Kajsa weiterhin unbeschwert die Treppe hochkrabbeln, Leiah von morgens bis abends tanzen, Ellias sich aufregen über einen Koffer, der ihm nicht gehorchen will, und Aiyana immer mehr die Augen öffnen für ein spannendes Leben?

Kindliches Vertrauen

Wenn diese Kinder nach der Hand vom Opa greifen, wird klar: Sie vertrauen dir. Und wir sollten uns dieses Vertrauens würdig erweisen. Wie das? Indem wir dafür sorgen, dass in dieser Welt statt Krieg Frieden herrscht und die Erde auch sonst so bleibt, wie Gott sie nicht zuletzt für Kajsa & Co. geschaffen hat.

Wie gesagt: Mein Zug ist dann doch weitergefahren, die Kolumne fertig geworden, und ich bin irgendwann in Esslingen angekommen. Diese Aufgabe aber bleibt: unseren Kindern und Enkelkindern, die alle auf jeden Fall auch Himmelsbürger sind, zu einem friedlichen Leben zu verhelfen. Wieder einmal stehen wir damit ganz am Anfang. Aber das ist kein Grund, den Mut zu verlieren.

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?