Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint … Lasst uns für den Frieden beten!

Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblatts. Fotos: privat, Canva  

Schon wieder die Ukraine? Man würde ja gerne viel öfter über etwas anderes, Leichteres, Unbeschwerteres schreiben. Aber der Ukrainekrieg ist nun mal das, was die Menschen derzeit am meisten beschäftigt. Und es beschäftigt sie nicht nur, sondern macht ihnen Sorgen und sogar regelrecht Angst – nicht zuletzt in diesen Tagen. Denn mit dem rücksichtslosen russischen Bombardement von Kiew und anderen Städten eskaliert der Krieg und rückt auch uns immer näher. Wir sehen es nicht zuletzt an den Flüchtlingszahlen. Was kommt als Nächstes? Sind Atomwaffen die Ultima Ratio eines Präsidenten Putin, der ums Überleben kämpft? Dann gnade uns Gott!

Für den Frieden beten

Apropos Gott: Vor allem auf ihn vertraue ich. Oder glaubt wirklich noch jemand ernsthaft daran, dass Waffen Frieden bringen? Allenfalls schützen sie Menschen. Das ist viel, aber der Krieg geht weiter.

Hilft also nur noch beten? Ja, die Hände falten und Gott um Frieden bitten, das sollte jeden Tag unser Erstes und Letztes sein! Und es sollte die Bitte um Weisheit für die Regierenden folgen. Denn ohne Politik geht es nicht. Die aber steht in diesen Tagen vor ungekannten Herausforderungen. Gehen wir bloß nicht den Populisten auf den Leim! Sie wissen nichts und schon gar nichts besser. Die sich mit Ernst der Verantwortung stellen, brauchen unsere Unterstützung – im Gebet und auch sonst. Von ihnen hängt ab, ob die Welt überlebt oder im Inferno eines großen Kriegs untergeht.

Vom Frieden träumen

Und dann – ein Silberstreif am Horizont – habe ich auch noch einen Traum, nämlich dass die Mächtigen dieser Welt, darunter Wladimir Putin, sich alle an einem Tisch versammeln und gemeinsam nach einem Weg zum Frieden suchen. „I have a dream“: Diesen Traum will ich weiterträumen, bis er sich erfüllt. Oder wollen wir uns stattdessen an die Verheißung des Propheten halten? „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides.“ (Jeremia 29,11)

Ja, es ist ein Muss, immer wieder und so auch heute über die Ukraine zu reden! Wir reden damit vor allem auch von uns selbst. Und vom Frieden, den wir so sehr brauchen.

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?