Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint ... Schießt das Sternchen auf den Mond!

Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblattes. Fotos: privat/Canva

Die Diskussion um das so genannte „Gendersternchen“ hält an. Nun will auch ich mich an dem Pro und Contra beteiligen. Dabei fang ich gleich mal mit dieser meiner Meinung an: Schießt das Sternchen auf den Mond!

Um was genau geht es? „Das Gendersternchen“, so das Lexikon, „bezeichnet die Verwendung des Sternchens als Mittel der gendersensiblen Schreibung …, um als Platzhalter in Personenbezeichnungen … auch nichtbinäre, diversgeschlechtliche Personen typografisch sichtbar zu machen und einzubeziehen.“ Was um alles in der Welt soll das bedeuten? Das fragen sich auch viele andere. Aber Verstehen scheint nicht das Ziel zu sein. Hauptsache, man ist total korrekt, ganz gleich, was die Mehrheit davon hält.

Wie eine Schlaglochpiste

Und so hört sich das dann zum Beispiel in unserem Gemeinderat an: „Jede*r soll die Möglichkeit haben, Kulturangebote als Rezipient*in und/oder Produzent*in wahrzunehmen.“ Drei Sternchen in einem Satz: Es ist, als würde man über eine Schlaglochpiste fahren und dabei kräftig durchgeschüttelt. Vollends unerträglich aber wird es, wenn auch noch Gott in die Zwangsjacke deutschen Gendereifers gesteckt werden soll. Das haben Sie doch mitbekommen, dass eine Gruppe katholischer Jugendlicher Gott so schreiben möchte: „Gott*“?

Die Bibel macht’s besser

Nein danke, kann ich da nur sagen! Dabei verweise ich auf die Bibel, die in solchen Fällen eben nicht nach dem Sternchen greift. In ganzen Wörtern ausgeschrieben stehen da Gott als Vater (z. B. Psalm 103,14f.) oder Gott als Mutter (Jesaja 66,13), dazu die Attribute des Erbarmens beziehungsweise Tröstens. Das alles liest, spricht und versteht sich – auch auf Menschen bezogen – sehr viel besser als die verkrampften Versuche mit Sternchen, Doppelpunkt, groß geschriebenem „I“ oder was immer sonst. Oder glaubt sich‘s an einen Sterne-Gott etwa leichter?

Ich weiß, dass ich mir mit dem allem nicht nur Freund*innen mache. Und ein Schuss Polemik ist schon auch dabei. Trotzdem stehe ich dazu: Schießt das Sternchen auf den Mond!

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?