Christliche Themen für jede Altersgruppe

Andreas Koch meint ... Stell dir vor, es ist Wahl, und niemand geht hin!

Andreas Koch, Kolumnist des Evangelischen Gemeindeblattes. Fotos: privat/Canva

Politik ist Herzenssache für mich. Diese Zeilen hier sind es auch. Ich beginne sie mit einem zeitlos gültigen Satz von Thomas Jefferson, dem dritten Präsidenten der USA: „Schlechte Kandidaten werden von Bürgern gewählt, die nicht zur Wahl gehen.“

Am Sonntag bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben viele, aber deutlich weniger Bürger als 2016 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Jefferson wäre not amused. Gewonnen haben die Grünen, die FDP und (leider) wohl auch wieder wir Männer: Der Frauenanteil unter den Abgeordneten bleibt ausbaufähig.

Besser als ihr Ruf

Apropos Abgeordnete: Nach wie vor gilt so ein Amt als erstrebenswert. Dabei hat die Politik an sich einen eher schlechten Ruf. Während zum Beispiel Feuerwehrleute auf der Beliebtheitsskala einen vorderen Platz einnehmen und die Pfarrer im Mittelfeld liegen, rangieren die Volksvertreter ganz weit hinten. Zu Recht? Natürlich machen Politiker Fehler, steuern im Zickzack durch die Pandemie, einige handeln eigennützig oder folgen der Parteiraison. Und doch sind „Die da oben“ nicht alles Dilettanten oder Coronagewinnler ohne Moral. Es gibt im Gegenteil sehr viele Politiker, für die Anstand, Gemeinwohl und Kompetenz keine Fremdwörter sind. Ihnen sollten wir deshalb auch nicht mit Häme, Spott oder Verachtung begegnen. Vielmehr braucht die Politik insgesamt wenn nicht Wertschätzung, so doch Respekt. Sonst gerät die Demokratie in Gefahr, weil keiner mehr etwas mit Politik zu tun haben will.

Respekt und Gebet

Wie gesagt: Immer noch viele Bürger haben den neuen Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Hätten, wenn es mehr gewesen wären, die „schlechten Kandidaten“ rechts außen noch weniger Erfolg gehabt? Jedenfalls müssen wir weiter alles dafür tun, dass es so weit nicht kommt: Stell dir vor, es ist Wahl, und niemand geht hin!

Politikern wie den neu gewählten Landtagsabgeordneten kann man übrigens nicht nur mit Respekt begegnen, Christen können für sie auch beten – auf dass Stadt und Land in gesegneten Händen sind.

Das meint Andreas Koch. Und was meinen Sie?

 

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