Christliche Themen für jede Altersgruppe

Beruf als Leidenschaft - Gerne zur Arbeit gehen

Gerne zur Arbeit gehen und wissen, wofür man es tut – das gibt dem Leben Sinn und macht glücklich. Warum sie in ihrem Beruf genau richtig sind und was sie an ihm lieben, haben wir Menschen aus ganz verschiedenen Berufsfeldern gefragt.

Mit Herzblut und Begeisterung bei der Arbeit ‒ das geht nicht nur in der Küche.  Foto: adobe stock/ Wavebreakmedia MicroMit Herzblut und Begeisterung bei der Arbeit ‒ das geht nicht nur in der Küche. Foto: adobe stock/ Wavebreakmedia Micro

Mit jungen Menschen

Die Fächer Deutsch und Physik haben mich schon immer interessiert. Die Inhalte sind bis heute spannend und abwechslungsreich. Irgendwann habe ich dann das Referendariat begonnen und gewusst: Die Schule ist mein Platz. Der Beruf ist ein Geschenk! Ich darf jeden Tag mit jungen Menschen zusammenarbeiten. Das ist immer neu, immer anders und nie langweilig. Und es ist oft eine Herausforderung. Aber wir haben ein tolles Kollegium mit einer sehr guten Schulleitung, da wird das Arbeiten leicht. Den Rest besorgen die Schülerinnen und Schüler selbst – und das ist nicht wenig.

Michael Wolf (54), Lehrer für Deutsch und Physik am Evangelischen Mörike-Gymnasium Stuttgart.

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Kreativität ausleben

Ich bin unglaublich gerne mit Menschen zusammen und liebe es, meinen Glauben in Gemeinschaft zu leben. Mich haben theologische Fragen interessiert und die Frage, wie der Glaube an Menschen in unterschiedlichen Altersstufen und Lebenssituationen weitergegeben werden kann. Ich liebe es, meine Kreativität auszuleben, Menschen zu begleiten und sie ins Nachdenken über Gott zu bringen. Mich begeistert die Vielfalt meines Berufes: Prozesse anzustoßen, mit Menschen zu beten, in unterschiedlichen Teams zu arbeiten, vor Menschen zu stehen und ganz praktisch kreative Aktionen vorzubereiten.

Sara Bardoll (42), Diakonin und Referentin aus Rutesheim.

 

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Den Abschied gestalten

Ich bin mit den Themen Tod, Trauer und Bestattung aufgewachsen. Mein Vater hat das Bestattungsunternehmen meines Großvaters übernommen und auch ich habe mich entschieden, die Familientradition fortzuführen. Wir sind ganz nah dran an Menschen, die Trauer und Leid erfahren. Es macht Freude, helfen zu können, individuelle Vorstellungen zu erfüllen und einen würdigen Abschied zu gestalten. Die Leute spüren, dass da jemand ist, der das gut macht und der verlässlich ist. Die Dankbarkeit und das Vertrauen, die uns dafür entgegenschlagen, geben mir sehr viel zurück.

Manuel Dorn (39), Bestatter aus Aichwald.

 

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Kunst, Kochen und Kultur

Ich habe länger gebraucht, um zu wissen, was ich beruflich machen möchte. Aber der Weg dorthin hat sich gelohnt, denn ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Mein Leben besteht aus Kochen. Nichts erfüllt mich mehr, deswegen habe ich diesen Beruf gewählt. Ich liebe vor allem die vielen Möglichkeiten, die der Beruf mit sich bringt: verschiedene Zubereitungsarten, die unterschiedliche Kulinarik innerhalb von Deutschland und auf der ganzen Welt, geprägt von verschiedenen Kulturen. Für mich ist Kochen die Kunst, Kulturen und Emotionen auf den Teller zu bringen.

Rebecca Amélie Eckert (27), Köchin aus Köln.

 

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Musik mitBotschaft

Musik für Gott, Musik mit Botschaft, Musik für die Menschen. Sie schenkt mir jeden Tag neue Herausforderungen, spannende Begegnungen, Raum für kreative Initiativen und viel Freude. Mein Herz schlägt nicht nur für Musik, sondern auch für meinen Glauben, meine Mitmenschen, Sprachen, Mathematik und Abenteuer. Wer hätte gedacht, dass ich je einen Beruf finde, der alles vereint? Als Kirchen- und Konzertorganistin kann ich tatsächlich alles einsetzen. Gottesdienste, Chorproben, Konzerte, Gespräche, Organisation von Projekten und Orgel-Touren sorgen für Abwechslung – Tag für Tag!

Mirjam Laetitia Haag (26), Kirchenmusikerin, Konzertorganistin, Mathematikerin aus Kernen.

 

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Lächeln ins Gesicht

Als Hauswirtschaftsleitung habe ich vielseitige Aufgabenfelder und darf mit besonderen Menschen zusammenarbeiten. Ich erlebe jeden Tag etwas Neues und lerne dazu. Im operativen und im administrativen Bereich tätig zu sein, ist sehr abwechslungsreich. Mir macht es besonders Spaß, mit meinem Team Hand in Hand zusammenzuarbeiten. Unseren Bewohnern mit einer leckeren Mahlzeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, lässt mich jeden Tag gerne zur Arbeit gehen. Der Kontakt zu den Menschen ist eine Bereicherung in meinem Leben – und bringt auch mich zum Lächeln.

Annika Schaaf (35), Hauswirtschaftsleiterin im Altenhilfe-Bereich. Alexander-Stift der Diakonie Stetten.

 

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Den Weg zurück ins Leben

Zimmerer bin ich geworden, weil ich sehr gerne handwerklich tätig bin und Holz mag. Ich hatte sehr lange einen eigenen Zimmereibetrieb, mir wurde aber klar, dass dieser Weg nicht mehr der ist, den ich gehen sollte. So kam es, dass ich im Februar meine Stelle als Ausbilder in der Zimmerei des Seehaus Leonberg antrat. Ich ließ mich auf Gottes neuen Weg für mich ein und bin sehr gerne hier, da es mir große Freude macht, den Jungs zu helfen, den Weg ins Leben zurückzufinden. Zudem liebe ich es, mit Menschen zu arbeiten, mit ihnen die Freude und den Spaß an meinem Beruf zu teilen.

Thilo Stadelmaier (51), Zimmerermeister und Ausbilder im Seehaus Leonberg / freier Jugendstrafvollzug.

 

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Kontakt macht Freude

Während meines Soziologiestudiums habe ich mich für Fragen der Alternsund Lebenslaufforschung interessiert. Bei einem Praktikum in einer Beratungsstelle für Ältere konnte ich die Lebenssituationen von älteren Menschen kennenlernen. Das beeindruckt mich noch immer. Ich arbeite gemeinsam mit meinen Kollegen der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart in verschiedenen Projekten für ältere Menschen. Mir macht der Kontakt zu den Älteren viel Freude. Und ich finde es spannend, dass ich hier verschiedenste Hilfen für ältere Menschen und ihre Angehörigen entwickeln und umsetzen kann.

Martin Schneider (59), Soziologe und Bereichsleiter der Ambulanten Hilfen für ältere Menschen.

 

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Neue Welten entdecken

Bücher liebe ich schon immer – in den Beruf der Buchhändlerin kam ich allerdings erst spät und über Umwege. Umso sicherer weiß ich, dass ich hier richtig bin und nirgendwo anders arbeiten möchte. Ich liebe die Stille, den Geruch und die Wärme des Papiers, wenn ich morgens die Tür aufschließe und ein paar Minuten ganz allein in der Buchhandlung bin. Beinahe jeden Tag kann ich neue Welten entdecken, weil die Literatur unvorstellbar vielfältig ist. Außerdem habe ich das große Glück, fast ausschließlich freundlichen Menschen zu begegnen. Einziges Manko: Ein Leben ist zu kurz für all die schönen Geschichten.

Britta Scholz (40), Buchhändlerin in Bargteheide.

 

 

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