Christliche Themen für jede Altersgruppe

Bilder einer frohen Botschaft - Kunstpädagoge, Weltenbummler, Pädikant, ...

PFEDELBACH (Dekanat Öhringen) – Er ist Künstler, Pädagoge, Weltenbummler und Prädikant: Günther Saile hat im Laufe seines Lebens unzählige Kunstwerke geschaffen. Sein tiefer Glaube hat nicht nur seine Kunst, sondern auch sein Leben geprägt.

Pinsel. Malerei. Foto: Jan Mateboer, pixabay.Pinsel. Malerei. Foto: Jan Mateboer, pixabay.

Wer das Haus der Familie Saile betritt, muss sofort staunen: Wohin auch der Blick sich wendet, man sieht Bilder. Sie hängen in der Diele, im Treppenhaus, sie schmücken jedes Zimmer. Es sind so viele, dass nicht alle an den Wänden Platz gefunden haben. Nicht wenige stehen ordentlich hintereinander aufgereiht auf dem Boden.

Ähnlich präsentiert Kuenstler Günther Saile.  Foto: Regina Koppenhoefer sich der Garten der Familie, den zahlreiche Skulpturen schmücken. Die meisten Kunstwerke hat der Pfedelbacher Günther Saile selbst geschaffen. „Insgesamt sind etwa 1000 Bilder bei uns im Haus“, schätzt er. Viele der Bilder und Skulpturen nehmen christliche Motive auf: Szenen aus der Bibel, Kreuzdarstellungen, Ikonen. Sein tiefer Glaube hat Günther Sailes Leben und sein Werk geprägt.

Offen erzählt der 81-Jährige von seiner Kindheit und Jugend. Günther Saile wurde 1939 in Schwenningen am Neckar geboren. Ohne Vater wuchs er im Haushalt der Großeltern auf. Schon im Teenageralter fühlte Saile sich vom Evangelium angesprochen. Er engagierte sich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Seine religiösen Wurzeln sieht er heute im Pietismus.

Die Verkündigung der frohen Botschaft war Günther Saile immer eine Herzensangelegenheit. Es überrascht nicht, dass der Hohenloher sich über 50 Jahre als Prädikant engagierte. Schmunzelnd verrät er: „Es gibt im Hohenlohischen kein Dorf, in dem ich nicht gepredigt habe.“

Sailes Meinung war so sehr gefragt, dass man ihn in den Prädikantenausschuss berief. „Ich habe mitgeprüft.“ Auch Vikare hätten sich unter den Prüflingen gefunden, sagt er mit verhaltenem Stolz.

Neben seinem Engagement in der Landeskirche – er war Mitglied der Landessynode, der Bezirkssynode und Kirchengemeinderatsvorsitzender – gab es auch jenen Günther Saile, der als Künstler arbeitete und den seine Wissbegier hinaus in die Welt trieb. Über 150 Länder auf allen Kontinenten hat er mittlerweile schon bereist.

Diesen Artikel jetzt im EVG-ePaper lesen

Saile ist aber auch handwerklich, beruflich und künstlerisch ein Tausendsassa. Ursprünglich hatte er den Beruf des Malers erlernt. Später studierte er Kunst. Er ging in den Schuldienst und gab bis zu seinem Ruhestand Kunstunterricht an einer Realschule.

Saile arbeitete außerdem in der Kranken- und Altenpflege und war als Diplomkirchenmalermeister und Restaurator tätig. Seine Wahlheimat wurde Pfedelbach. Hier im Hohenlohischen liegen die Wurzeln seiner Ehefrau Heide Graf-Seile, und von hier aus machten sich seine Bilder auf zu Ausstellungen, die in Kirchen, in Rathäusern und Banken stattfanden.

Spuren von Günther Sailes Kunst sind heute an vielen Orten zu entdecken. Der Pfedelbacher hat Kunstglasfenster gefertigt, die in Deutschland, Frankreich, Israel, Paraguay und in der Schweiz eingesetzt worden sind.

Zahlreiche selbst gemalte Bilder befinden sich im Hause von Günther Saile. Foto: Regina KoppenhöferZahlreiche selbst gemalte Bilder befinden sich im Hause von Günther Saile. Foto: Regina Koppenhöfer

Der Künstler ist offen für alle Stilrichtungen und Materialien. Im Schlafzimmer seines Hauses etwa findet sich ein buntes, fast deckenhohes Glasfenster aus Betondickglas, das an ein Kirchenfenster erinnert. Neben unzähligen Gemälden hat Saile auch Collagen, Seidenmalereien und Skulpturen angefertigt. Er hat eine Bilderserie zum Thema „Kreuz“ geschaffen, mindestens 20 Werke, so sagt er, und auch eine Trinität. Momentan arbeitet er an einem Kreuzweg. „Ich will einen evangelischen Kreuzweg gestalten und zwar angefangen bei Jesaja 53 bis hin zur Offenbarung“, sagt der Pfedelbacher.

Das Interesse an seiner Kunst entlockt Saile immer wieder ein bescheidenes Lächeln. Nach einem Leitmotiv seines Lebens gefragt, antwortet Günther Saile nach kurzem Nachdenken: „Wir kommen an Christus nicht vorbei. Er ist der Erlöser und der Zugang zum Vater.“

Meinungsumfrage

Wollen Sie die Sommer- oder die Winterzeit behalten, wenn es keine Zeitumstellung mehr gibt?

Ergebnis anzeigen