Christliche Themen für jede Altersgruppe

Christus macht klug

Gänsehaut-Feeling ist beim Christustag in der Porsche-Arena: Die Besucher strömen in Scharen zu einer Veranstaltung, die ursprünglich einmal als Gegenveranstaltung zum Kirchentag gegründet wurde. Jetzt gehört der Christustag offiziell zum Programm.

Beim Christustag geht es - wie der Name sagt - um Jesus Christus. Foto: Benny Ulmer

Unter dem Dach des Kirchentages, aber nicht innerhalb des Kirchentages: Der Christustag der Lebendigen Gemeinde lockte zahlreiche Menschen in die Porsche-Arena. Sie rockten alte Kirchenlieder zu moderner Musik, sie lauschten den Bibelauslegungen und sie verfolgten die Diskussionen.
Die U-Bahn um 8.20 Uhr in den Neckarpark ist bereits völlig überfüllt. Christustag-Besucher und Pfadfinder ziehen gen Porsche-Arena. Ein Pilgerstrom ergießt sich an der Endstation über die Brücke. Und beim Betreten der Arena wird jedem klar, worum es hier geht: In großen Graffiti-Buchstaben hängt das Wort Christus von der Saaldecke.

„Dein Wort macht uns klug“. Weiße Schrift auf rotem Grund – die Kirchentagsfarben. Die Farbe ist die Verbindung. Das Motto klingt auch an, wird aber präzisiert: Das Wort Gottes macht klug. Der Pietismus schätzt eben klare Antworten, die nicht in 80 Fußnoten, offenen Fragen und wissenschaftlichen Erläuterungen verwässert werden. Und damit das zweite Thema des Tages ebenfalls gleich klar wird, wird auf der Leinwand der offene Schabatt-Gottesdienst am 6. Juni beworben. Später wird Anatoli Uschomirski vom Evangeliumsdienst für Israel beklagen, dass die Messianischen Juden vom Kirchentag ausgeschlossen worden sind.

Doch jetzt geht es um die Einstimmung und die Stimmung. Die Bläser des Evangelischen Jugendwerks legen sich ins Zeug. Die ersten Vesperbrote werden ausgepackt, bevor es dann losgeht. Dekan Ralf Albrecht, der Vorsitzende der Christusbewegung, bekräftigt noch einmal das Motto: Die Schrift ist es, die trägt. Dabei betont er, dass „wir die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen haben“ und dass die Lebendige Gemeinde nicht der Oberlehrer der Kirche sein will. Aber gescheit werden, das könne ein Mensch eben nur, wenn er auch betet, findet er. Wer bete, bekomme eine andere Lebenseinstellung.

Damit die Suche nach der Lebenseinstellung und die im Anschluss folgende Bibelarbeit auch Freude machen, fordert Judy Bailey und ihre Band das Publikum zum Aufstehen auf. „Lobet den Herren“ zu Rock-Klängen. Und nach jeder letzten Zeile einer Strophe ist Jubel angesagt. Arme nach oben! Und keine Frage: Das macht Gänsehaut.

 

Susanne Niemeyer
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