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Ein Haustier tut gut!

Wer einen Hund täglich Gassi führt, tut etwas für seine Gesundheit und kommt schnell ins Gespräch – und das nicht nur mit anderen Hundebesitzern. Doch das Zusammenleben mit Haustieren wie Hund oder Katze hat noch viele weitere gute Seiten für den Mensch und hoffentlich auch für das Tier. Ein Plädoyer in sieben Argumenten.


Ab in den Schnee – das macht Frauchen genauso viel Freude wie ihren Hunden. (Foto: Thomas Warnack)

Freudenspender?–?Nichts Schöneres, als nach einem langen Arbeitstag und viel Ärger mit den Kollegen von dem Vierbeiner zuhause schwanzwedelnd begrüßt zu werden. Der Hund freut sich immer, wenn man kommt, und im Gegensatz zu manch menschlichem Mitbewohner will er nicht mit einem reden. Er will einfach nur sein, spielen, toben, fressen, rausgehen. Haustiere schaffen es, einen aus einer lethargischen Stimmung herauszuholen, indem sie einen zum Spiel herausfordern. Wie elegant eine Katze dem Wollfaden nachjagt, wie drollig sie sich in einer Röhre versteckt: Wer mit seinem Haustier spielt, hat einen direkten Zugang zur puren Lebensfreude – und die tut gut.

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Gesundheitsförderer – Hundebesitzer müssen raus mit ihrem Tier, mindestens zweimal am Tag. Wer sich viel bewegt, wird seltener krank, hat weniger mit Blutdruck, Übergewicht, Verspannungen und anderen Problemen zu tun, die unsere sitzende Gesellschaft auszeichnen. Gassi muss man bei jedem Wetter gehen. Was nicht immer Spaß macht, der Gesundheit aber förderlich ist. Denn so härtet man ab und stärkt sein Immunsystem.


Sozialarbeiter – Nicht nur Hunde beschnuppern einander, wenn sie sich begegnen. Auch ihre Besitzer am anderen Ende der Leine kommen schnell in Kontakt: „Was ist das für eine Rasse? Ach, tatsächlich ein Straßenhund? Unseren haben wir aus Mallorca mitgebracht ...“ Meist dauert es nicht lange und aus losen Gassibekanntschaften entwickelt sich eine Laufgruppe, die sich zu festen Zeiten trifft. Wer ein Haustier besitzt, beugt damit der Vereinsamung vor. So kümmert sich das Tier um seinen Menschen: als Sozialarbeiter auf vier Beinen.


Zuwendungsempfänger – Wie lange hatte sie schon nichts mehr gestreichelt, das kein Fell hat, sinniert die Heldin aus Dörte Hansens großartigem Roman „Altes Land“ einmal. Sie ist eine harte Frau, nur ihre Hunde spüren, dass sie auch eine weiche Seite hat und zu Freundlichkeiten fähig ist.   Die Romanheldin mag ein Extrem sein. Doch auch Jugendliche, die in der Pubertät ruppig und wenig empfänglich für elterliche Zuneigung sind, können immerhin mit ihrem Hund oder der Katze schmusen – und sich so auch wieder einmal als zärtlichen Menschen wahrnehmen.


Lernobjekt – Tiere haben ihre eigene Sprache und die muss man erst einmal lernen. Was heißt es, wenn der Hund die Ohren anlegt oder die Katze den Schwanz aufstellt? So fördert das Zusammenleben mit Tieren das Einfühlungsvermögen und auch Rücksichtnahme – was für Erwachsene genauso wie für Kinder gilt.


Therapeut – Ein Hund kennt keine Vorurteile und freut sich an seinen Menschen jeden Tag aufs Neue – so wie er ist, ganz unverstellt. Geld und gutes Aussehen lockt keinen Hund hinterm Ofen hervor. Aber: Wer einen Hund hat, muss Chef sein, klar und konsequent in seinem Handeln. Das fällt den einen schwerer, den anderen leichter. Eine gute Schule ist es allemal.


Gegenüber – Wer ein Tier als Hausgenosse hat, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen. Deshalb: Nicht nur dem Menschen muss es mit seinem Tier gutgehen, sondern auch umgekehrt. Ein Schäferhund wird in einer Zwei-Zimmer-Wohnung nicht glücklich, eine Wohnungskatze sollte man nicht alleine halten.