Christliche Themen für jede Altersgruppe

Endlich wieder Zeltkirche

In Sachsenheim fand die erste Zeltkirche seit dem Beginn der Corona-Krise statt. Viele hundert Menschen kamen zum Eröffnungsgottesdienst, mit dem zugleich der Zusammenschluss der neuen Gesamtkirchengemeinde gefeiert wurde. Ein besonderer Moment auch für Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert, für den es nach neun Jahren Dienst Abschied nehmen hieß.

Für Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert (links) war es die letzte Zeltkirche, für Zeltmeister Michael Möck die erste. Foto: Andreas Steidel


Irgendwie war das schon etwas ganz Besonderes auf der grünen Wiese des Sachsenheimer Ortsteils Hohenhaslach: Geschlagene zwei Jahre hatte man auf den Fusionsgottesdienst warten müssen. Kaum war am 1. Januar 2020 der Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Kirchengemeinden Groß- und Kleinsachsenheim, Hohenhaslach, Ochsenbach/Spielberg und Häfnerhaslach vollzogen worden, kam die Corona-Krise. An ein Zeltfestival und einen gemeinsamen Gottesdienst war bis auf weiteres nicht zu denken.

Nun aber strahlten alle: Der geschäftsführende Pfarrer Dieter Hofmann, Ulrich Hirsch vom Organisationsteam der Gemeinde und Zeltmeister Michael Möck. Für Diakon Möck war es die erste Zeltkirche überhaupt, die er auszurichten hatte, und das, obwohl er bereits 2019 zum Nachfolger von Martin Heubach ernannt worden war. Verrückte Zeiten!

Für den geistlichen Leiter Thomas Wingert wiederum, Zeltkirchenpfarrer seit 2013, war es die letzte Zeltkirche, die er verantworten musste. Er geht und wird Gemeindepfarrer in Gomadingen auf der Schwäbischen Alb. Eine Menge Anlässe auf einmal also, die es zu begehen galt.

Entsprechend war die Stimmung, die von der Sehnsucht der Menschen nach echter Begegnung gekennzeichnet war. Der Zeltmeister musste beim Gottesdienst mehrfach den Außenbereich nachbestuhlen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren zum Festakt gekommen. Ein Chor mit Sängern aus der Gesamtgemeinde stimmte Lobgesänge an, Bläser aus verschiedenen Ortsteilen ließen ihre Instrumente erklingen.

Die Fusion ist für die Gemeinde Großsachsenheim auch insofern etwas Besonderes, weil damit kirchlich nachvollzogen wird, was in der bürgerlichen Gemeinde schon vor 50 Jahren zu einem Zusammenschluss führte.

Insgesamt 15 Tage ist die Zeltkirche der Landeskirche in Sachsenheim zu Gast. Ganz unterschiedliche Programmpunkte gibt es dabei: Ein Volksfestabend gehört dazu, ein Schleppergottesdienst, Kirchenkabarett, Sport und ein Vortrag mit dem ehemaligen Bodyguard Michael Stahl. Auch für einen Ukraine-Hilfstransport des Gustav-Adolf-Werkes wurde gesammelt, er startete direkt vor dem Zelt. □

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