Christliche Themen für jede Altersgruppe

Hilfe für die Bauern - Evangelisches Bauernwerk

Seit über 70 Jahren unterstützt das Evangelische Bauernwerk in Württemberg Menschen auf dem Lande. Zum Teil ganz praktisch mit Betriebshelfern oder durch die Beratung bei der Hofübergabe, zum Teil mit Freizeitangeboten und Kreativkursen. Der christliche Glaube bildet dabei die Basis.

Team des ev. Bauernwerk, Hohebuch

Ländliche Heimvolkshochschule in Hohebuch und das Team des Evangelischen Bauernwerks: Seit 1948 unterstützt es die Landwirte in Württemberg. (Foto: Pressebild)

Evangelisches Bauernwerk - Fachberatung und Kurse

Eine Hofübergabe ist eine knifflige Anlegenheit. Viele rechtliche Aspekte gilt es dabei zu beachten, aber auch die menschliche Seite birgt großes Konfliktpotenzial. Das Evangelische Bauernwerk bietet dazu Kurse an, berät in sehr schwierigen Fällen aber auch direkt und persönlich. „Wir kommen, wenn es gewünscht wird, auch auf den Hof“, sagt Veronika Grossenbacher, Bildungsreferentin und stellvertretende Geschäftsführerin.

Grossenbacher ist Agraraingenieurin und Pfarrerstocher, genau jene Mischung, die das Bauernwerk ausmacht: landwirtschaftlicher Sachverstand mit christlichem Hintergrund. 1948 wurde das Evangelische Bauernwerk gegründet, als Verein, der ein neues christliches Selbstverständnis nach der NS-Zeit begründen sollte. Zu seinen Wegbereitern zählte Albrecht Hege, der erste Landesbauernpfarrer in Württemberg und spätere Prälat von Heilbronn. Seinem Vater gehörte das Anwesen in Hohebuch (Hohenlohe), in dem 1951 die Heimvolkshochschule untergebracht wurde. Damit hatte das Bauernwerk einen Sitz und eine Tagungsstätte. Schritt für Schritt erweiterte es sein Angebot: In den 50er-Jahren gab es Sieben-Wochen-Kurse für die geistliche Einkehr, in den 60er-Jahren kamen Betriebshelfer dazu. Das war eine Pionierleistung in Baden-Württemberg, die erste Einrichtung, die sich um Ersatzkräfte bei Krankheit kümmerte und die den Landwirten einen Urlaub ermöglichte.

Diesen Artikel jetzt im EVG-ePaper lesen

Tagungshaus Hohebuch - Evangelisches Bauernwerk

In den 70er-Jahren stellte das Tagungshaus in Hohebuch dann auf Ganzjahresbetrieb um. Nun gab es umfassende Angebote auf vielen Gebieten, Kurse für Zivildienstleistende und Hilfen bei der Bewältigung des Strukturwandels im ländlichen Raum. Überdies wurden Bezirksarbeitskreise gebildet, Ableger des Bauernwerks waren fortan in vielen Dekanatsbezirken zu finden.

In der nächsten Dekade wurde die landwirtschaftliche Familienberatung intensiviert. Es gab viele Themen: die eng verflochtenen Familienbetriebe, ihre Herausforderungen und Alltagsschwierigkeiten, der Generationenwechsel und die Problematik, dass immer mehr Höfe ganz ohne Nachfolger dastanden.

Wiederum zehn Jahre später kamen die gesellschaftlichen Themen dazu. Das Stadt-Land-Gefälle, die Kommunikation mit den Menschen aus der Stadt, die immer seltener einen Bezug zur Landwirtschaft hatten. Verständnis zu wecken für die, die als Bauern ihr Geld verdienen müssen, gehört auch in der Gegenwart zu den großen Herausforderungen, denen sich das Bauernwerk stellen muss.

Veronika Grossenbacher, Tagungshaus Bis heute ist es eine rechtlich selbstständige Organisation, aber fest in die Strukturen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg eingebunden. Der christliche Glaube ist die Basis, und kein Zusatzprogramm, das man wahlweise buchen kann. „In allen unseren Kursen hat die Andacht ihren Platz“, sagt Veronika Grossenbacher. Noch immer ist die Verbindung von Glaube und praktischer Lebenshilfe das Erfolgsrezept. Auch weil bei den Menschen auf dem Lande die Kirche noch viel selbstverständlicher zum ben dazu gehört als in den großen Städten.

 

 

 

 

Meinungsumfrage

Wollen Sie die Sommer- oder die Winterzeit behalten, wenn es keine Zeitumstellung mehr gibt?

Ergebnis anzeigen