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Hospital in den Anden - Missionskrankenhaus Disopi Suyana in Peru

FREUDENSTADT – Menschen aus dem Landkreis Freudenstadt unterstützen ein Missionskrankenhaus in Peru. Das Ehepaar Klaus-Dieter und Maria John hat „Diospi Suyana“ aufgebaut. Hilfe bekommen sie auch von Sonja Hermann, die ihr Praktikum in den Anden absolviert hat.

Klaus-Dieter und Maria John, umringt von Patienten und ihren Mitarbeitern. Foto: Pressebild/ Ryan MorigeauKlaus-Dieter und Maria John, umringt von Patienten und ihren Mitarbeitern. Foto: Pressebild/ Ryan Morigeau

„Diospi Suyana“, „Wir vertrauen auf Gott“, heißt ein Missionskrankenhaus in Peru. Die Wiesbadener Ärzte Klaus-Dieter und Maria John haben es 2007 gegründet. Das Ehepaar baute in den Anden ein großes und modernes Krankenhaus samt Kinderclubhaus, internationaler Schule und Medienzentrum auf. Über 400 000 Patienten wurden dort inzwischen medizinisch versorgt. Um die Quechua-Kinder von der Straße zu holen, gründeten die Johns eine Schule und einen Kindergarten.

Wie sehr die Quechuas, die Ureinwohner Perus, auf medizinische Hilfe von außen angewiesen sind, machen Klaus-Dieter und Maria John bei ihren Besuchen in Deutschland deutlich. In Apurímac war die medizinische Situation vor der Gründung von „Diospi Suyana“ erschreckend. Auf 10 000 Menschen kamen vier Mediziner, die arme Bevölkerung konnte sich nicht einmal die Fahrt zum Krankenhaus leisten, geschweige denn die Behandlung, die Säuglingssterblichkeit war groß. Chirurg Klaus-Dieter und Kinderärztin Maria John gelang es in den vergangenen Jahren, viele Freundeskreise und Förderer für ihr großes Projekt zu gewinnen.

So auch im Kreis Freudenstadt: Manfred Gebhardt aus Baiersbronn und Sonja Hermann aus Freudenstadt bringen sich – unterstützt vom Freundeskreis – tatkräftig für dieses Peruanische Hilfswerk ein. Als langjähriger Entwicklungshelfer kennt Gebhardt die Nöte vor Ort. Die Freudenstädter Pharmazeutin und Ärztin Sonja Hermann absolvierte im Missionskrankenhaus ihr Praktikum; seither unterstützt sie die Arbeit der Johns nach Kräften.

Das Missionskrankenhaus „Diospi Suyana“ in den Anden.Foto: PressebildDas Missionskrankenhaus „Diospi Suyana“ in den Anden.Foto: Pressebild

„Was ich im Missionskrankenhaus gesehen habe, erinnert an ein modernes Märchen: Dort entstand aus dem Nichts ein modernes Krankenhaus für die benachteiligten Ureinwohner Perus.“ Zuletzt organisierte sie im März 2020 im Freudenstädter Ringhof eine große Informationsveranstaltung mit Klaus-Dieter John. Sobald möglich, sollen weitere Veranstaltungen folgen.

Der Glaube bildet das Fundament

Damit der laufende Betrieb im Missionskrankenhauses gesichert ist und dringend notwendige Investitionen getätigt werden können, ist „Diospi Suyana“ auf Spenden angewiesen. Mit Auftritten bei Bibel TV und vor allem bei seinen vielen Vorträgen berichtet der Missionsarzt deshalb weltweit über seine Arbeit: Das Fundament bilden der Glaube und die Verkündigung der frohen Botschaft. Im Krankenhaus werden die in Peru oft diskriminierten Quechuas, die Nachfahren der Inkas, respektvoll behandelt. Vor jeder Operationen betet das OP-Team zusammen, im riesigen Wartebereich laufen Jesus-Filme.

Dieser gelebte Glaube ist für viele Patienten und Besucher inspirierend. „Der Erfolg ist unser größtes Problem, an manchen Tagen werden wir geradezu von Patienten überrannt“, sagt Klaus-Dieter John.

Die Arbeit geht auch in schwierigen Corona-Zeiten unvermindert weiter. Klaus-Dieter John: „Mein Motto ist immer ‚Eben Ezer – bis hierher hat Gott uns geführt‘. Natürlich war 2020 wegen Corona ein schweres Jahr für Diospi Suyana in Peru. Aber wir haben Gott immer wieder auf eine besondere Weise erfahren. Es sieht so aus, dass Gott in der Not – wenn wir beten – mehr tut, als an den leichten Tagen des Lebens.“ □

www.diospi-suyana.de