Christliche Themen für jede Altersgruppe

Humorvolle „Wollumnen“ - Kolumnen aus der Sicht eines Schafes

HEIMSHEIM (Dekanat Leonberg) – Rechtschreibfehler? Nein, Evi Schöps schreibt ihre Kolumnen für den Gemeindebrief aus der Sicht eines lammfrommen Schafes, und das findet nun mal eigene Worte. Jetzt sind alle „Wollumnen“ als Buch erschienen.

Evi Schöps und ihr Bilderbuch. Die Schafe hat sie selbst gezeichnet. Foto: Jürgen BachEvi Schöps und ihr Bilderbuch. Die Schafe hat sie selbst gezeichnet. Foto: Jürgen Bach

Evi Schöps schreibt gern und ist schlagfertig. „Freude an Sprache habe ich schon immer gehabt“, sagt die ehemalige Grundschullehrerin. Zum Glück, denn so gelingen ihr „eigenwollige Betrachtungen einer lammfrommen Wollumnistin“, mit denen sie seit vielen Jahren den Heimsheimer Gemeindebrief „kirchenblatt.de“ bereichert. Humorvoll, bibelfest und mit viel Sprachwitz betrachtet sie, beziehungsweise das Schaf, was in der Gemeinde und draußen in der Welt so vor sich geht. Die Kolumnen stehen auf der letzten Seite des zweimal jährlich erscheinenden Hefts. Einige Leserinnen und Leser beginnen ihre Lektüre darum gern hinten.

"Wollumne - Bildstark und mit Wortwitz

Evi Schöps arbeitet seit langem im Redaktionsteam des Gemeindebriefs mit. 1998 hatte sie die Idee zu ihrer Kolumne, spielen Schafe und Hirten in den bildstarken Texten der Bibel doch eine große Rolle. Aber sie hatte noch einen anderen, persönlichen Grund für ihre „Wollumne“. Schafe, so erklärt die 70-Jährige, stehen in der Familientradition. Als sie ihren Mann Gerhard heiratete – er ist übrigens Vorsitzender des Kirchengemeinderats –, nahm sie den Namen Schöps an, ein anderes Wort für Hammel. Damals begann sie auch, Schafe aus Keramik und anderen Materialien zu sammeln.

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So war es dann gar nicht mehr so weit bis zur Idee für die Kolumne oder „Wollumne“. Wo immer es geht, webt Evi Schöps Worte aus der Welt der Schafe in ihre Texte, fügt ein zweites „l“ ein, ersetzt einen Buchstaben durch ein „w“. Sie schreibe mit leichter Hand, sagt sie, feile aber lange an ihren Kolumnen. Inspirationen zu ihren meist heiteren Betrachtungen findet sie in der Bibel, in der Kirchengemeinde und in den Zeitungen. Sie schreckt auch nicht vor schweren Themen zurück. So schrieb sie beispielsweise 2001 über die Maul- und Klauenseuche, die in Großbritannien ausbrach und in deren Folge Millionen Schweine, Rinder und Schafe gekeult, also getötet wurden. Aber eben auch über die Fußball-WM 2006 in Deutschland, zu der sie unter dem Titel „Fallrückzieher am Schaftor“ einen christlichen Bezug herstellte: „Entscheidend ist auf dem Platz – aber nur wegen der Anwesenheit des Hirten aller Hirten: Gott. Legen wir unser Leben in Ernst und Spiel in seine Hände!“

Evi Schöps: Schafsinniges aus der Herde, Verlag JoyEdition. Foto: PressebildEvi Schöps: Schafsinniges aus der Herde, Verlag JoyEdition. Foto: Pressebild

Vor einiger Zeit hatte sie dann die Idee, ihre Kolumnen als Buch herauszubringen. Und da sie eine kreative Ader hat, illustrierte sie das Buch auch selbst. Bei einem Urlaub im Thüringer Wald malte sie Schaf um Schaf. Inspiriert wurde sie dabei auch von der Vermieterin ihrer Ferienwohnung, einer Künstlerin. „Die Zeichnungen gingen mir flott von der Hand – besser als gedacht!“

Als sie alles beisammen hatte, brauchte die Autorin nur noch einen Verlag. Den fand sie in Heimsheim. „Schafsinniges aus der Herde“, ihr Bilderbuch für Erwachsene, erscheint im Verlag JoyEdition. Evi Schöps möchte ihren Leserinnen und Lesern biblische Texte schmackhaft machen – unabhängig vom Lokalkolorit.

Buch-Tipp

Evi Schöps: Schafsinniges aus der Herde, Verlag JoyEdition. Foto: PressebildEvi Schöps: Schafsinniges aus der Herde

Verlag JoyEdition

84 Seiten

16,90 Euro

 

Dieses Buch erhalten Sie bei unserem Bestelltelefon 0711-60100-28 oder bei unserer Internetbuchhandlung unter www.buchhandlung-eva.de