Christliche Themen für jede Altersgruppe

Ja, und noch mal Ja!

Rosenhochzeit, Silberne Hochzeit oder Perlenhochzeit sind ein guter Anlass, um vor Gott seine Liebe für den Partner oder die Partnerin zu bekräftigen. Warum unsere Autorin nach zehn Jahren Ehe ein zweites Mal kirchlich gefeiert hat – und warum sie es jedem empfehlen würde. 


Claudia Dinges (links) an ihrem zehnten Hochzeitstag auf dem Weg zum zweiten Ja-Wort. (Foto: privat)


Jetzt mal ganz unter uns: Ich finde, wir alle sollten viel öfter „Ich liebe dich“ sagen – und zwar vor allem zu unseren Ehepartnern. Über die Jahre wird vieles viel zu selbstverständlich. Damit das bei mir und meinem Mann Volker nicht passiert, habe ich gleich bei unserer Hochzeit vorgesorgt. Vor zehn Jahren haben wir in der Christuskirche Tegernsee geheiratet. Diese evangelische Kirche besticht vor allem durch ihren tiefblauen Altarraum. Leider hat sie keinen Mittelgang – für mich damals ein Unding. Außerdem haben wir in bayerischer Tracht geheiratet. Also, kein typisch weißes Hochzeitskleid, dafür ein traditionelles Dirndl. Kein großer Auftritt, nicht alle Blicke auf mich gerichtet. Was tun?

Für mich war die Lage schnell klar: Wir müssen ein zweites Mal heiraten, in zehn Jahren, in Weiß und mit Mittelgang! Der Deal mit meinem Mann und der „running gag“ unserer Ehe waren besiegelt.
Jedes Mal, wenn wir uns ab diesem Zeitpunkt Kirchen angeschaut haben, stand der Mittelgang im Fokus. Und wir lieben es, Kirchen zu besichtigen. Volker hat meine Idee mit dem zweiten Ja-Wort zum zehnten Hochzeitstag nicht so ganz ernst genommen.Umso mehr habe ich ihn zu unserer Rosenhochzeit damit überraschen können: Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach unserer ersten Hochzeit haben wir zum zweiten Mal geheiratet. Dieses Mal in einer kleinen Kirche zwischen Bad Tölz und Wolfratshausen – und natürlich mit Mittelgang.


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Für uns beide war dieser Tag ganz besonders und intensiver, eindrücklicher, inniger, denn diese zweite Hochzeit war nur für uns. Waren wir damals mehr damit beschäftigt, ­unsere rund 70 Hochzeitsgäste glücklich zu machen, so waren beim zweiten Mal nur unsere zehn wichtigsten Freunde an unserer Seite und es ging rein um uns.

Zwar hatten wir auch schon damals die Gebete, Fürbitten und Lieder für unsere erste Hochzeit selbst ausgesucht, nur irgendwie oberfläch­licher, anders eben. Jetzt, zehn Jahre später, nach vielen gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen, fühlte ich mich verstanden, angekommen, gereift im Leben.

Die damalige Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler führte mich zu meinem wundervollen Mann. Vor Gottes Angesicht das Wunder der Liebe zu spüren und sein Eheversprechen zu erneuern, ist kaum in Worte zu fassen. Tun Sie es auch! Ich kann es absolut empfehlen.



Die Jahrestage
Steht auch Ihr Hochzeitstag bald an? Vielleicht inspirieren Sie ja die Namen der Ehejubiläen für ein Geschenk. Von der Baumwollenen bis zur Diamanthochzeit – traditionell schenken sich Paare zum Jahrestag etwas aus dem namensgebenden Material. Und so heißen – mit regionalen Abweichungen – die Jahrestage:

1 Jahr: Papierne Hochzeit
2 Jahre: Baumwollene Hochzeit
3 Jahre: Lederne Hochzeit
4 Jahre: Seidene Hochzeit
5 Jahre: Hölzerne Hochzeit
7 Jahre: Kupferne Hochzeit
10 Jahre: Rosenhochzeit
12,5 Jahre: Petersilienhochzeit
15 Jahre: Kristallhochzeit
20 Jahre: Porzellanhochzeit
25 Jahre: Silberne Hochzeit
30 Jahre: Perlenhochzeit
33 Jahre: Zinnhochzeit
35 Jahre: Leinenhochzeit
40 Jahre: Rubinhochzeit
45 Jahre: Messinghochzeit
50 Jahre: Goldene Hochzeit
55 Jahre: Platinhochzeit
60 Jahre: Diamanthochzeit
65 Jahre: Eiserne Hochzeit
70 Jahre: Gnadenhochzeit
75 Jahre: Kronjuwelenhochzeit

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