Christliche Themen für jede Altersgruppe

Kirchenmusik und Leierkasten

SCHWÄBISCH GMÜND – Beim Festival der Europäischen Kirchenmusik gibt es diesmal ein paar Besonderheiten: So etwa eine dreitägige Drehorgel-Veranstaltung, die im Rahmen der schau stattfindet. Motto des am 16. Juli beginnenden Musikereignisses ist das „Paradies“

Kammerchor und Hofkapelle Stuttgart
Führen Haydns Schöpfung im Münster auf: Kammerchor und Hofkapelle Stuttgart. (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)

Die Stadt der Landesgartenschau ist derzeit kunterbunt und das soll das Festival der Europäischen Kirchenmusik ebenfalls sein: Es beginnt am 16. Juli mit dem Festkonzert im Heilig-Kreuz-Münster, wo der Thomanerchor aus Leipzig nicht nur auftritt, sondern als erstes Ensemble überhaupt aus den Händen von Oberbürgermeister Rainer Arnold den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2014 verliehen bekommt.

Im ökumenischen Eröffnungsgottesdienst mit Margot Käßmann am 18. Juli werden die Stuttgarter Hymnus-chorknaben das Werk „El Roi-Impressionen“ als Uraufführung auf die Bühne bringen. Am gleichen Tag beginnt rund um das Heilig-Kreuz-Münster das dreitägige Drehorgel-Spektakel. 4o Spielleute aus ganz Deutschland werden daran teilnehmen und ihre nostalgischen Klänge in der Altstadt verbreiten.

Am darauffolgenden Tag werden die Drehorgelleute durch die Stadt ziehen und die Gäste der Landesgartenschau unterhalten, die bis 12. Oktober in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Zum Abschluss werden die Drehorgelspieler den Sonntagsgottesdienst am 20. Juli in der evangelischen Augustinuskirche mitgestalten.

„Paradies“ heißt das auch mit Bezug auf die Gartenschau nicht zufällig gewählte Festivalthema. Dazu passt „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn, die am 19. Juli um 20 Uhr vom Kammerchor und der Hofkapelle Stuttgart im Münster aufgeführt wird. Ein besonderes Klangerlebnis sind die Stimmen des Frauenchors St. Zlata Meglenska aus dem mazedonischen Skopje, der am 3. August zu hören ist.

Ein Kulturereignis der speziellen Art ist auch das Orgelspiel des Stuttgarter ­Domorganisten Johannes Mayr: Er bringt am 25. Juli in St. Franziskus Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm „Tabu“ zum Klingen. Der Abenteuerfilm aus dem Jahr 1931 spielt passend zum Festivalmotto im vermeintlichen Südsee-Paradies der Insel Bora-Bora.

Ein Anliegen des Europäischen Musikfestivals ist es stets, auch junge Talente zu fördern. Dazu bieten zwei Meisterkurse Gelegenheit: Um die Kunst des freien Spiels und die französische Orgelimprovisation geht es vom 22. bis 25. Juli, das öffentliche Abschlusskonzert findet am 25. Juli im Heilig-Kreuz-Münster statt.

Bei einem zweiten Meisterkurs geht es um das Chordirigieren: Dirigent Daniel Reuss wird interessierten Absolventen von Musikhochschulen und Kirchenmusikschulen Kenntnisse vermitteln, ausgewählte Teilnehmer dürfen am 7. August das Konzert des Kursensembles Collegium Vocale Schwäbisch Gmünd dirigieren.

Auch ein Kindermusical wird es geben: Am 19. Juli sind kleine Konzertbesucher zu einer Zeitreise nach Israel eingeladen. Außerdem soll gejazzt werden: Auf der Bühne im Stadtgartenpark rund um das frisch renovierte Rokokoschlösschen tritt am 24. Juli der Saxophonist Alexander „Sandi“ Kuhn mit seiner Band auf. Der Landesjazzpreisträger wurde in Schwäbisch Gmünd geboren.

Ergänzt wird das Gmünder Kirchenfestivalprogramm von Vorträgen und Ausstellungen: So wird vom 17. Juli bis 31. August im Kulturzentrum Prediger die Ausstellung „Paradiesische Zustände“ gezeigt. Und bereits am 10. Juli gibt es einen Festvortrag zum Thema „Paradies“.

Informationen

• Das Festival der Europäischen Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd geht vom 16. Juli bis 10. August.

Internet: www.kirchenmusik-festival.de

• Die Landesgartenschau geht noch bis 12. Oktober 2014

• Das Jazzkonzert am 24. Juli 2014 kann mit Tages- oder Dauertkarten kostenlos besucht werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter

www.gmuend2014.de

www.schoenblick-info.de

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