Christliche Themen für jede Altersgruppe

Kündigung als Glücksfall - "Kauf-Wasch-Cafe"

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ALBSTADT-EBINGEN – Seitdem das „KaufWaschCafé“ (KWC) ins Zentrum umgezogen ist, hat sich nicht nur das Angebot, sondern auch die Zahl der Kunden erhöht. Wer Beratung und Hilfe sucht, ist in dem Domizil in der Bahnhofsstraße ebenfalls richtig. Denn im gleichen Haus bieten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie ihre Dienste an.

Mitarbeiterin im Kauf-Wasch-Cafe Albstadt-Ebingen

Die Mitarbeiterinnen im KWC tragen ein Namensschild und sind jederzeit ansprechbar. (Fotos: Frank Engelhardt)

Zwei Besucher sitzen im Cafébereich und unterhalten sich bei einer Tasse Cappuccino. Es geht unter anderem um Modetrends. Gleich nebenan durchstöbert eine Frau das Angebot an Oberbekleidung. Ein paar Meter weiter diskutieren zwei Kunden, ob die ausgewählten Schuhe auch zu ihrem restlichen Outfit passen könnten. Die Atmosphäre in den großzügigen Räumlichkeiten ist leger. Das „KaufWaschCafé“, kurz KWC, in dem Gebrauchtes zum kleinen Preis verkauft wird, in dem man seine Wäsche waschen und trocknen lassen kann, gibt es schon seit fünf Jahren. Doch seit dem Umzug in die Bahnhofstraße ist das Angebot nicht nur größer geworden, jetzt sind auch viele andere Angebote der Diakonie im selben Haus zu finden.

Viele Angebote unter einem Dach im "Kauf-Wasch-Cafe"

Die Kündigung aus dem vorigen Domizil in der Gartenstraße vor zwei Jahren hat sich im Nachhinein als gute Fügung erwiesen. Denn in der Bahnhofstraße konnte das „KaufWasch-Café“ sein Angebot erweitern: Die Verkaufsfläche ist auf 450 Quadratmeter gestiegen, das Lager hat 100 Quadratmeter. Alle Bereiche wurden großzügiger, das Café und der Modeshop mit gebrauchten, gespendeten Schuhen und Textilien im ersten Stock ebenso wie der Haushaltsbereich, der sich nun im Untergeschoss befindet.

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„Wir sind über die Spenden sehr dankbar“, sagt Geschäftsführerin Diana Schrade-Geckeler. Wichtig sei ihr, dass alles verwertet würde. „Bei uns wird alles sorgfältig sortiert und dementsprechend weitergeleitet. Selbst der textile Abfall findet Verwendung.“ In der Haushaltsabteilung gibt es mittlerweile alles, um einen kompletten Haushalt auszustatten: von einfachen Gläsern über Töpfe, Besteck bis zu hochwertigem Geschirr und Kleinmöbeln. Kinder, deren Eltern die Regale und Ständer durchforsten, können sich in einer Spielecke vergnügen.

 

 

 

 

 

Kauf-Wasch-Cafe und Diakonische Beratungsstelle nebeneinander

Gleich neben dem KWC ist nun auch die Diakonische Bezirksstelle Balingen zu finden. Deren Angebote mussten übergangsweise über die Stadt verteilt werden. Nun sind die Beratungsangebote der verschiedenen Fachdienste gebündelt an einem einzigen Ort zur Verfügung.

„Die Fusion zum Haus der Diakonie ist ein großer und wichtiger Schritt für uns“, sagt Diana Schrade-Geckeler, Geschäftsführerin der Diakonischen Geschäftsstelle Balingen mit ihren sieben Außenstellen und 24 Mitarbeitern. Die Bündelung der Beratungsstellen komme den Klienten zu Gute. „Durch einen großen Gruppenraum und einen Behandlungsraum gibt es nun auch bessere Bedingungen“, sagt Schrade-Geckeler und ergänzt: „Wir wollen die diakonische Arbeit weiterentwickeln, neue Angebote schaffen – dafür haben wir nun den geeigneten Rahmen.“ In der Diakonischen Bezirksstelle können Menschen zu vielen Themen Informationen bekommen: Neben der Sozial- und Lebensberatung samt Schuldnerberatung gibt es Kurberatungen, Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung sowie eine Beratung für Suchtkranke.

Beratung - Kontakt - praktische Hilfe

„Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinde intensivieren und mit anderen kommunalen Partnern enger zusammenarbeiten“, sagt Katrin Hödl, die kaufmännische Leiterin des Hauses. Im Haus der Diakonie möchten Hödl und Schrade-Geckeler einen Ort schaffen, wo hilfesuchende Menschen stets die passenden Angebote bekommen „Gleichzeitig möchten wir mit unserem offenen Haus das Gemeinwesen bereichern.“ Das „Kauf-WaschCafé“ steht allen Bürger offen, im Gegensatz zu den Tafelläden, in enen man nur mit Berechtigungsschein einkaufen darf. „Bei uns treffen sich Menschen aus dem gazen Quartier, egal welchen sozialen Hintergrund sie haben“, freut sich Schrade-Geckeler.

 

 

 

 

„Fachliche Beratung, Kontakt zur Kirche, eine Stelle für Beratung – und das alles kostenfrei und sehr niederschwellig, das gibt es sonst nirgends“, hat Albstadts Oberbürgermeister Klaus Konzelmann bei der offiziellen Eröffnung des Hauses der Diakonie gesagt und den Verantwortlichen zu diesem Schritt gratuliert. Er und viele andere Gäste lobten die kontinuierliche Arbeit von Schrade-Geckeler und Hödl. „Ohne den beherzten Einsatz unserer ehrenamtlichen und drei festen Mitarbeiter im Café wäre das aber alles nicht möglich“, wissen die beiden verantwortlichen Frauen die Arbeit ihres vielköpfigen Teams zu schätzen.

Gemeinsam werden sie die nächsten Ideen angehen, beispielsweise das Café auch für Gruppen zur Verfügung zu stellen und damit noch mehr Menschen zu erreichen. „Das Thema Einsamkeit stellt uns heute und in Zukunft vor eine große Herausforderung“, betont Schrade-Geckeler mit Verweis auf die demographische Entwicklung. „Hier muss sich Kirche kümmern und die Menschen erreichen.“

 

◼ Das KWC hat Montag 9.30 Uhr bis 14 Uhr, Dienstag 14 Uhr bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

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