Christliche Themen für jede Altersgruppe

„Licht aus für Rassisten“

In Köln blieb der Dom dunkel während der Kögida-Demonstration. [Foto: epd-Bild]

Bei der ersten Kölner Demonstration der „Kölner gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kögida) am 5. Januar stellte die Kirche die Außenbeleuchtung des Kölner Doms ab. „Wir wollten nicht mit dem schön hellerleuchteten Dom im Hintergrund wunderbare Bilder für diese Demonstration liefern“, begründete Dompropst Norbert Feldhoff die Aktion. Diese solle zum Nachdenken anregen. Auch die evangelische Antoniter-Kirche in Köln und andere wichtige Gebäude, wie das Rathaus und Museen blieben  aus Protest gegen „Kögida“ unbeleuchtet. Unter dem Motto „Licht aus für Rassisten“ blieben auch die Rheinbrücken,  der Musical-Dom und der Messeturm dunkel. Rund 300 „Pegida“-Anhänger, die sich in Köln „Kögida“ nennen, hatten sich am Deutzer Bahnhof versammelt. Sie wollten von Deutz zur Altstadt marschieren. Erwartet hatten die Organisatoren mehr als doppelt so viele. Die geringe Teilnehmerzahl wurde von den Anhängern damit erklärt, dass die Berichterstattung im Vorfeld viele Sympathisanten abgeschreckt hätte. In ihren Reden kritisierten die Organisatoren unter anderem Kirchenvertreter wegen ihres Boykottaufrufs der „Kögida“-Demonstration. Animiert von den Rednern skandierten die „Kögida“-Teilnehmer mehrfach den Ausruf „Wir sind das Volk“.
Zu einer Gegendemonstration waren 7.500 Menschen gekommen.  Deshalb hat der Veranstaltungsleiter der „Kögida“-Demonstration den Aufzug relativ schnell abgesagt und in eine Standkundgebung umgewandelt. Die Demonstranten quittierten das mit Pfiffen. Gegen 19:45 Uhr wurde die „Kögida“-Kundgebung beendet.