Christliche Themen für jede Altersgruppe

Lösch: „Es tut mir leid, ich habe nicht die Person gemeint“

Es war eine Passage in der Landtagsrede zum Bildungsplan von Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne), die breiten Protest auslöste.

 
Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch

Sie sagte: „Ziel ist es, in den Schulen aufzuklären, sachlich zu informieren und dadurch ein Umfeld für Toleranz, Offenheit und gegenseitigen Respekt zu schaffen. Wer dies als Aufruf zur pädagogischen, moralischen und ideologischen Umerziehung bezeichnet, meine Damen und Herren, wie eben der Initiator dieser Onlinepetition, schürt wissentlich Ängste und Ressentiments gegen Homosexualität und hat in unserer aufgeklärten, toleranten Gesellschaft nichts verloren.“ Haben also Menschen wie der Petitions-Initiator, der Realschullehrer Gabriel Stängle, in unserer Gesellschaft nichts mehr verloren?

„Es tut mir leid, dass es da ein Missverständnis gegeben hat“, sagt die neu gewählte Landessynodale Brigitte Lösch (Foto) jetzt. „Ich habe deshalb danach klar gestellt, dass es nicht um die Person geht, sondern um den Inhalt der Petition.“ Auf ihrer Internetseite weist das Redemanuskript die fragliche Stelle so aus: „ …der schürt wissentlich Ängste und Ressentiments gegen Homosexualität – und eine solche Petition hat in unserer aufgeklärten toleranten Gesellschaft nichts verloren.“

Ulrike Stepper, Vorsitzende der Vereinigung Offene Kirche, auf deren Liste Brigitte Lösch kandidiert hat, will weder die eine noch die andere Version bewerten. Sie persönlich würde den Satz, dass der Petitions-Initiator nichts in unserer Gesellschaft verloren habe, nicht sagen, betonte sie. Auch die Petition habe ihren Platz. „Wir sind eine freie demokratische Gesellschaft, da dürfen Petitionen formuliert werden.“ Allerdings kritisiert sie auch, dass die Petition Ängste geschürt habe.